CVP-Kronfavorit Reto Wehrli will nicht ins Stöckli

Der ehemalige Schwyzer Nationalrat Reto Wehrli kandidiert nicht für den Ständerat. Damit verliert die CVP Schwyz ihren bekanntesten Namen für die Wahlen im Herbst. Somit bleiben noch die eher unbekannten Marco Casanova und Bruno Beeler im Rennen um einen CVP-Sitz.

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Bildlegende: Der ehemalige Schwyzer Nationalrat Reto Wehrli verzichtet auf eine Ständeratskandidatur. Keystone

Die CVP will den Schwyzer Ständeratssitz zurückerobern. Diesen hat die Partei bei den Wahlen vor vier Jahren an die SVP verloren. Die Ausgangslage ist jedoch schwierig, da die beiden bisherigen SVP-Kandidaten, Peter Föhn und Alex Kuprecht, wieder antreten wollen. Sie dürften bei den Wahlen vom «Bisherigen-Bonus» profitieren.

Die Absage von Kronfavorit Reto Wehrli macht die Sache noch schwieriger. «Gegen zwei Bisherige anzutreten, ist keine einfache Sache, ob mit oder ohne Reto Wehrli», sagt CVP-Parteipräsident Andreas Meyerhans. Reto Wehrli habe ihm gesagt, es sei im Moment nicht der geeignete Zeitpunkt für eine Ständeratskandidatur, so Meyerhans.

Kandidaten relativ unbekannt

Erschwerend ist, dass die beiden verbleibenden Kandidaten noch eher unbekannt sind. Marco Casanova sitzt erst seit kurzem im Gemeinderat von Wollerau und Bruno Beeler aus Goldau kennt man als pointiert politisierenden Kantonsrat.

Für die CVP gehe es jetzt darum, bis zu den Wahlen im Herbst die Kandidaten im Kanton Schwyz bekannt zu machen. Weiter wolle man mit den anderen Parteien das Gespräch suchen, um eventuelle gemeinsame Strategien zu prüfen.

Wen die CVP ins Rennen schickt im Kampf um die beiden Schwyzer Sitze im Ständerat, entscheiden die Delegierten am 8. April 2015.

Regionaljournal Zentralschweiz, 12:03 Uhr