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Wahlen15 Zürich Hans-Ueli Vogt soll für die SVP Zürich einen Ständeratssitz holen

Vor acht Jahren verlor die Zürcher SVP ihren Ständeratssitz an die GLP. Jetzt will sie ihn zurück - Rechtsprofessor Hans-Ueli Vogt solls richten. Damit schickt die SVP kein politisches Schwergewicht ins Rennen, sondern einen wenig bekannten Politiker, der erst seit vier Jahren im Kantonsrat sitzt.

Hans Ueli Vogt vor einer Wand mit Büchern.
Legende: Hans-Ueli Vogt gilt in der SVP als Intellektueller. Kann er schaffen, was Blocher und Maurer erfolglos versuchten? zvg und Keystone

Die SVP hatte es in den letzten Jahren schwer bei Ständeratswahlen. Weder Christoph Blocher (2011), noch U eli Maurer (2007) schafften es, einen Sitz im Stöckli zu erobern. Jetzt solls Hans-Ueli Vogt richten. Die Findungskommission der Partei hat ihn am Dienstag vorgeschlagen - die offizielle Nomination durch die Partei dürfte nur noch Formsache sein.

Hans-Ueli Vogt ist sich bewusst, dass er der breiten Bevölkerung noch kaum bekannt ist. Er ist aber überzeugt, dass er mit seinem bürgerlichen Profil Chancen habe. Ausserdem beschäftige er sich seit zwanzig Jahren mit Wirtschaftsrecht, zur Zeit als Professor an der Universität Zürich. «Als Vertreter des Wirtschaftskantons Zürich bringe ich gute und nützliche Voraussetzungen mit.» Vogt betont ausserdem die Konsens-Kultur im Ständerat und glaubt, dass ihm diese entgegen komme.

Wichtiger als Konsens-Fähigkeit und Rechtsprofessur dürfte für die SVP allerdings gewesen sein, dass Hans-Ueli Vogt der Vater ihrer neusten Initiative ist, welche Schweizer Recht vor internationales Recht stellen will. Die Nomination kann auch als Zeichen gewertet werden, worauf die SVP im Wahlkampf setzen will.

Gewichtige Konkurrenz

Der Kampf ums Stöckli ist lanciert, seit bekannt ist, dass sowohl Felix Gutzwiller (FDP) wie auch Verena Diener (GLP) im Herbst nicht mehr antreten. FDP, SP und GLP treten mit politischen Schwergewichten an: Die FDP hat bereits Nationalrat Ruedi Noser nominiert, bei den Grünliberalen steht Parteipräsident und Nationalrat Martin Bäumle in den Startlöchern und die SP setzt auf Nationalrat Daniel Jositsch.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin, Zürich
    Den meisten Bundesparlaments--Kandidaten fehlt bei ihrer 1. Wahl nationale politische Erfahrung. Dass die SVP oder Hans Ueli Vogt die Menschenrechte abschaffen will völlig aus der Luft gegriffen. Wir können auf überhebliche Zurechtweisungen von irgend welchen Strassburger Richtern verzichten. Die Menschenrechte stehen in unserer Bundesverfassung. Personen die hier Nazivergleiche machen qualifizieren sich selbst. Die Schweiz braucht keine fremden Richter.
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    1. Antwort von J.B. Chardin, Basel
      Wie lange die Menschenrechte in der BV drinnen stehen, können Sie sich leicht ausmalen, wenn es zur Änderung der BV nur eine mickrige einfache Mehrheit von 50+ braucht. Frage mich, was bei einem passiert sein muss, wenn man von sich aus auf seine verbrieften Rechte freiwillig verzichten will! Und wenn man noch die "fragwürdigen" Gerichtsurteile in ihrer Summe zur Gesamtanzahl der Klagen/Urteile stellt, die Strassburg betreffen, dann sieht man, wie pervers all das "fremde Richter"-Geschwafel ist.
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  • Kommentar von Stefan Pfister, Zürich
    Hans Ueli Vogt gehört zu denjenigen SVPlern, die die Menschenrechte abschaffen wollen. Lässt sich leicht googlen, man darf hir ja keine Links in die Kommentare stellen. Ich hoffe, dass die Zürcher Stimmbürger klug genug sind, so jemanden NICHT in dieses wichtige Amt zu wählen.
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  • Kommentar von P.Meier, Zürich
    Hans-Ueli Vogt ist einer der intelligentesten Politiker der Schweiz. Ich hoffe er schafft die Wahl in den Ständerat.
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    1. Antwort von J.B. Chardin, Basel
      Das mag gut sein, aber wenn er die verbürgten Rechte, sprich Menschenrechte abschaffen will, dann muss er sich gefallen lassen, im selben Atemzug wie Göbbels genannt zu werden.
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