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Wahlkampf SVP-Chef bläst zum Wahl-Angriff

Die Partei nimmt die Bundesratssitze von SP und BDP ins Fadenkreuz. «Die Zeit von Frau Widmer-Schlumpf ist abgelaufen», orakelt SVP-Chef Toni Brunner. Die jetzige Regierung sei bestenfalls noch auf dem Papier bürgerlich.

Toni Brunner redet
Legende: Bei der Zusammensetzung der Regierung brauche es keine BDP, meint SVP-Chef Toni Brunner. Keystone

Die SVP strebt nach einer bürgerlichen Mehrheit und will sich in der kommenden Legislatur mit der FDP und der CVP über die Zusammensetzung der Regierung unterhalten.

«BDP ist ein Auslaufmodell»

Schon jetzt bläst Parteipräsident Toni Brunner zum Angriff auf die Bundesratssitze von SP und BDP. «Die Zeit von Frau Widmer-Schlumpf ist abgelaufen», sagt der SVP-Nationalrat gegenüber der «NZZ am Sonntag». Bei der Zusammensetzung der Regierung brauche es keine BDP. «Sie ist ein Auslaufmodell, das sieht man nun regelmässig bei kantonalen Wahlen.»

«Tatsächlich erörtern» müsste man laut Brunner zudem das Szenario, der CVP einen zweiten Bundesratssitz auf Kosten der SP zuzugestehen. Denn es gelte, die bürgerlichen Kräfte zu stärken. «Und warum soll nicht eine andere bürgerliche Kraft wieder mehr Sitze auf Kosten der Linken erhalten?»

Absage an «Kleinstparteien»

Nicht infrage kämen derweil «irgendwelche Kleinstparteien in der Regierung», die keinen Rückhalt hätten. Brunner beklagt, dass die Regierung heute bestenfalls auf dem Papier bürgerlich sei. In der Realität schmiede die Linke mit der Mitte die Mehrheiten. Für die SVP stelle sich daher die Frage, welche Allianzen sie eingehen solle, um das zu ändern.

Dass seine Partei auf Partner angewiesen ist, erklärt Brunner so: «In einem Land mit so vielen Parteien ist mehr Wähleranteil, als ihn die SVP hat, fast nicht mehr möglich.»

228 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler, Winterthur
    Im Gegensatz zu anderen Parteipräsidenten bedient sich SVP Brunner einer unerträglichen Kampfrhetorik!In gewohnt unsachlicher & selbstherrlicher Manier wird hier mit narzisstischem «Gockelgehabe» impliziert, dass nur eine SVP wisse, was für die Bürger dieses Landes gut sei. EWS ist der SVP ein Dorn im Auge, weil sie stark & erfolgreich ist, was man von ihrem BR eben nicht sagen kann. In beinahe kindlicher Zwängerei schwört man «Rache» für EWS's Austritt. Die SVP ist unfähig konstruktiv zu sein!
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    1. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Es gehört nicht zum Sinn eines Medien-Forums, andere Meinungen zu einem Thema zu kritisieren und immer "das letzte Wort" haben zu wollen! Was Sie aber hier als ideologischen Kampfschreiber den ganzen Tag machen, ist eine reine "Mission"! Gibt es in den anderen 74% Wähler(innen), die eben nicht SVP-Kandidaten wählen, wirklich NICHTS Negatives, dass Sie, Herr Bächler, den ganzen Tag nur über Ihre verhasste wählerstärkste Partei lästern und schimpfen müssen? Politiker haben ALLE Fehler und Gutes!
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    2. Antwort von Hz. imBoden, Ringgenberg
      Richtig erkannt @Bächler, aber Frau EWS (BDP) ist nicht die einzige Königin im Bundeshaus, da gibt es noch eine Konkurenz die Frau Leuthard (CVP) Vertreterin und der Königinnenkampf ist so scheint es voll entfacht!
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    3. Antwort von Niklaus Bächler, winterthur
      Rolf Bolliger: DOCH, es gehört eben auch zu einem Forum, dass man sich zu den Meinungen anderer äussern kann und sogar MUSS! Wenn sie diese Art von politischer Auseinandersetzung nicht ertragen, oder eben nur ihre einseitige SVP-Meinung gelten lassen wollen, dann sollten sie sich hier zurück ziehen. Bez. schimpfen & lästern: Hier sind sie mit ihren Freunden doch absolut unschlagbar. Da kann ich mir die Finger wund tippen, sie lassen kein Thema aus, um ihre Lieblinge auf den Schild zu heben.
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    4. Antwort von Peter Escher, Wallis
      " ..EWS ist der SVP ein Dorn im Auge, weil sie stark & erfolgreich ist .." - na ja, Einbildung ist auch Bildung ;-)
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    5. Antwort von Niklaus Bächler, Winterthur
      P. Escher: Dass EWS für sie eine Reizfigur ist ergibt sich aus ihrer pers. politischen Ausrichtung. Doch objektiv betrachtet müssten sie doch erkennen, dass diese Frau etwas auf dem Kasten hat! EWS, vergessen sie dies nie, musste sich den politisch heiklen Fragen stellen & übernahm von Merz viele «Leichen». Wer dies marginalisiert ist einfach von der SVP indoktriniert & schon lange nicht mehr urteilsfähig. Leider verspottet die SVP nur & ist selbst ausser Stande, Umsetzungs-Erfolge vorzuweisen.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    221 (!) Wortmeldungen über Toni Brunners Gedanken, zum nächsten Bundesrat! Auch wenn die SVP die deutlich wählerstärkste Partei ist, scheinen mir diese vielen Wortmeldungen übertrieben! Zudem verletzten viele Kommentatoren mit ihren Verunglimpfungen ganz klar das "Netiquette"! Es gibt nicht nur die SVP, es gibt noch viele anderen Parteipräsidenten, die ebenfalls unzimperlich ihre Argumente verbreiten! Warum reiten die Kampfschreiber immer nur auf ihrem verhassten Volkspartei-Präsidenten herum?
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Richtig, die BDP ist ein Auslaufmodell. Seit ihre Bundesrätin Finanzministerin ist, triftet die Schweiz immer mehr Richtung EU ab. EWS unterschreibt Abkommen noch und noch, auf Druck der einzelnen EU Staaten, aktuell hat sie mit ihrer erzwungenen Unterschrift zum Doppelbesteuerungsabkommen mit Italien die Schweiz aus der schwarzen Liste geholt. Cosi fan tutte con la svizzera.
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