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Wirtschaft 700 Tonnen Gold reisen nach Deutschland

Die Deutsche Bundesbank will bis 2020 Gold im Wert von 27 Milliarden Euro nach Hause bringen. Nicht ganz freiwillig: Der politische Druck wuchs.

Goldbarren
Legende: Auch andere Banken horten Gold: Im Bild glänzen Goldbarren der Zürcher Kantonalbank. keystone/symbolbild

Deutschland karrt sein Gold nach Hause: Aus New York wird 300 Tonnen Gold abgezogen, aus Frankreich die gesamten 374 Tonnen. Die beiden Frachten haben einen Wert von 27 Milliarden Euro. Damit soll bis 2020 rund die Hälfte der 3391 Tonnen schweren deutschen Goldreserven im Inland lagern, und zwar in Frankfurt.

Der Grossteil des deutschen Goldes befindet sich aus historischen Gründen im Ausland, vor allem bei der US-Notenbank Fed.

Im Herbst startete eine Debatte über die Sicherheit des Milliardenschatzes: Der Bundesrechnungshof und Politiker kritisierten, dass die Bestände nicht von Prüfern in Augenschein genommen werden können.

Während Deutschland offen um seine Goldreserven kommuniziert, herrscht in der Schweiz Geheimniskrämerei. Wo die derzeit 1040 Tonnen Schweizer Goldreserven sind, gibt die Schweizerische Nationalbank nicht bekannt. «Sie werden dezentral im In- und Ausland gelagert», heisst es.

Das beunruhigt einen Teil der Bevölkerung und Politiker: Die laufende Volksinitiative «Rettet unser Schweizer Gold» will das Gold heimholen. Eine Interpellation von SVP-Nationalrat Lukas Reimann verlangt die Prüfung der vollständigen physischen Existenz der Schweizer Goldreserven.

Die Hälfte bleibt im Ausland

In New York werden künftig 37 Prozent der deutschen Goldreserven lagern, in London unverändert 13 Prozent.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Keller, Winterthur
    Unser Gold ist gar nicht mehr da. Es wurde schon lange verleast (vermietet) und die Bezüger haben es heimlich verkauft, das weiss jeder, der sich mit diesem Thema beschäftigt. Darum auch die Geheimniskrämerei um das Gold. Und das ist keine Verschwörungstheorie, sondern Tatsache.
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    1. Antwort von Rudolf R. Blaser, Aeschi
      NA JA, WAR JA EH NUR NOCH DIE HÄLFTE, seit uns der SNB Roth den Bestand reduzierte+(nach demokratischem Entscheid,bzw. vielfachen Einzelwunsch)das Gold für ca. 72'000 M unter seinem Wert zum Fenster hinaus beförderte. VERLUST WIRD ALLERDINGS DADURCH WETTGEMACHT, dass es Blocher/SVP in den letzten 7 Jahren gelang, die EU Kolonialisten in Schach zu halten(Eidg. Finanzkontr.berechnete EU-Mitgliederbeitrag vor 20Jahren auf 1'000 M/Monat.Offizielle Zahlen waren damals aber 3x kleiner).
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  • Kommentar von R.Hess, Münchenbuchsee
    Ich gebe mein Portemonnaie auch nicht meinem Nachbarn, der mit mir wegen Geldsachen streitet, zum hüten. Angesichts der zunehmenden Unberechenbarkeit der überschuldeten USA, angesichts der unverblümten Machtgelüste, mit denen Washington seine Währungsturbulenzen an allem geltenden Recht vorbei in den Griff zu bekommen sucht, scheint es mehr als bloss logisch, alle im Ausland, insbesondere die in den USA gelagerten Schweizer Goldreserven in die Schweiz zurückzuholen.
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Sehe ich genauso. Die Initiative ist schön und gut - aber das unsere eigene Regierung (sic!) nicht auf die Idee kommt, wegem zerstörten Vertrauensverhältnis zw. den versch. Staaten das Gold zurückzuholen... Immerhin: USA = Kriegstreibende Macht, D./EU-Staaten (wo auch liegen wird) sind nicht wirklich befreundete Nationen... Oder ist DAS das Druckmittel der EU? "Macht was wir wollen, oder wir lassen das SNB-Gold verschwinden"? Wär eine Erklärung für vieles...
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  • Kommentar von A. Holenstein, Cross'n'Star
    Wie liest wohl ein Kabbalist diese Zeitungsmeldung? 700, 3 mal die Neun (999) = 27, 2020, 300 + 374... Wer weiss darüber Bescheid?
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