Zum Inhalt springen

Header

Audio
Sponsoren halten Festivals die Treue
Aus HeuteMorgen vom 25.05.2020.
abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
Inhalt

Abgesagte Openair-Festivals Trotz Entgegenkommen noch kein Aufatmen

Viele Sponsoren zahlen den Musikfestivals trotz Absagen Gelder aus. Zum Überleben reicht das aber noch nicht.

Eigentlich wäre es in ein paar Wochen mit dem musikalischen Festivalsommer losgegangen. Doch die Openairs fallen wegen des Coronavirus komplett aus. Das bedeutet für die Veranstalter riesige finanzielle Einbussen.

15 bis 30 Prozent der vereinbarten Beträge

Hilfe kommt von den Festival-Sponsoren. Während der letzten Wochen wurde zwischen Openair-Veranstaltern und Sponsoren viel verhandelt. Christoph Bill, Präsident des Verbandes der Festivalveranstalter (SMPA) und Geschäftsführer des Heitere Openair sagt: «Im Grossen und Ganzen spüren wir eine Solidarität und ein Bekennen der Flagge, wie man es von einer Partnerschaft eigentlich auch erwarten darf.»

Viele Sponsoren werden 15 bis 30 Prozent der vereinbarten Beträge bezahlen, wie es auf Anfrage von Radio SRF heisst, gewisse Sponsoren sogar noch deutlich mehr. Dies, obwohl die Werbung mit Sponsorenlogos oder Werbespots auf den grossen Festival-Bildschirmen diesen Sommer ausfallen. Die Festivals versprechen dafür ein bisschen mehr Präsenz auf Inseraten oder ein paar Tickets mehr im nächsten Jahr.

Internationale Geldgeber zurückhaltend

Allerdings lassen sich nicht alle Sponsoren auf einen solchen Deal ein. «Bei grossen internationalen Partnern kann es bei den Verhandlungen vielleicht schon etwas härter zu und her gehen», so Bill. Internationale Grosskonzerne sind also zurückhaltender bei der Hilfe für die hiesigen Festivals als Firmen die vorwiegend in der Schweiz geschäften.

Für den SMPA-Präsidenten heisst das: «Plakativ gesagt, reicht das allein nicht für die Rettung. Aber es ist sicher ein gutes Gefühl, wenn man in diesen schwierigen Zeiten solche Unterstützung erfährt.» Zum Überleben brauchen viele Festivals neben den Sponsorengeldern jetzt noch die vom Bund versprochenen Gelder für die Kultur.

SRF 4 News, Heute Morgen, 25. Mai 2020, 06:00 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Dennis Amstutz  (da_da)
    Ehrlich gesagt, um die Schweizer Festivals ist es mir nicht schade, die werden von Jahr zu Jahr langweiliger & weniger innovativ. Kommerz (Werbung) & Halli-Galli stehen da leider immer mehr im Vordergrund plus werden Jahr für Jahr die gleichen Sachen gebucht ... um die wirklich angesagten Acts zu sehen muss man leider nach GB, BE, DE ... schade läuft auch dort nichts: vermisse grad das ALL POINTS EAST in london ... UND: wenn ihr schon solche Berichte verfasst: Bekommen gebuchte Bands auch 30%?
    1. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      Ich gebe Ihnen insofern recht, dass der Festivalmarkt relativ starr geworden ist. Die grossen Fesitvals gleichen sich nach und nach an, verlieren ihren Charakter und für ein Grossteil des Publikums wird die Musik zweitrangig. So gesehen wäre der Konkurs von grösseren Festivals auch eine Chance das etwas neues, innovatives an deren Stelle entstehen kann.
  • Kommentar von René Lüthi  (Ron)
    Woher kommt eigentlich so plötzlich das viele Geld auf diese Welt?
    1. Antwort von Oliver Stampfli  (Ichwars)
      Die Staaten verschulden sich.... bzw... sie verschulden Ihre Bürger.... dafür können Hedgefonds wie BlackRock Inc usw. (wie sie alle heissen)... dann wider mehr einfluss nehmen und noch mehr die politik weltweit zu ihren Gunsten bestimmen.... und die politisieren nicht für s volk....
  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
    Solche Festivals kann man getrost abschaffen. Das hilft gegen Umweltverschmutzung, Drogen- & Alkoholmissbrauch.
    1. Antwort von Oliver Stampfli  (Ichwars)
      Wenn jeder jedem alles verbiten könnte wo er selbst keinen Sinn drinn sieht.... dürfte keiner mehr irgendwas machen..... nur so!
    2. Antwort von Patrik Schaub  (Kripta)
      Ich finde, TV-Abende mit der Familie sollte man ebenso abschaffen; fördert den Alkoholismus, macht depressiv und agressiv. Ausserdem führt TV-Konsum zu Verstumpfung und Dummheit!
    3. Antwort von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
      @Schaub, da haben Sie recht Herr Schaub, ich bin gleicher Meinung.