Alcoa spaltet sich auf

Einer der weltgrössten Aluminiumkonzerne, das US-Unternehmen Alcoa, will sich aufspalten. So soll das klassische Geschäft mit Rohstoffen von technologisch anspruchsvolleren Produkten getrennt werden. Begründet wird dies damit, dass die beiden Bereiche kaum noch Überschneidungspunkte hätten.

Alu-Felge mit Alcoa-Logo. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Alu von Alcoa wird nicht nur für Felgen gebraucht. Der Konzern spaltet sich nun auf. Keystone

Der US-Aluminiumkonzern Alcoa spaltet sich in zwei Unternehmen auf. Dabei wird die klassische Herstellung von Rohmaterialien von technologisch anspruchsvolleren Produkten getrennt, wie der deutsche Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld in New York mitteilte. Beide Unternehmen sollen künftig an der Börse notiert sein.

Unter dem Namen Alcoa soll weiter das traditionelle Geschäft laufen. Mit einem Jahresumsatz von zuletzt gut 13 Milliarden Dollar und 17'000 Beschäftigten weltweit ist es allerdings schon jetzt der kleinere Teil. Das Geschäft leidet unter weltweiten Überkapazitäten.

Alcoa folgt dem weltweiten Trend

In der neuen Hochtechnologie-Gesellschaft sollen künftig rund 43'000 Menschen beschäftigt sein, der Bereich kam zuletzt auf Jahreserlöse von 14,5 Milliarden Dollar und verspricht künftig stärkere Wachstumsraten. Der frühere Siemens-Manager Kleinfeld wird die neue Firma führen.

Alcoa schliesst sich mit der Aufspaltung dem weltweiten Trend von Traditionsunternehmen an, klassische Geschäfte mit beschränkten Wachstumsaussichten abzuspalten. Bei Anlegern kam das zunächst gut an: Alcoa-Aktien legten im vorbörslichen Handel gut sechs Prozent zu.