Alitalia soll grossen Stellenabbau planen

Die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia könnte laut italienischen Gewerkschaften bis zu 2600 Arbeitsplätze streichen. Die Massnahme wäre der erste umfassende Stellenabbau seit der Privatisierung des Konzerns vor fünf Jahren.

Schriftzug "Alitalia" auf einem Flugzeug Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Grossaktionär Air France-KLM verlangt drastische Sparmassnahmen von der italienischen Fluggesellschaft Alitalia. Keystone

Alitalia sucht nach Sparmöglichkeiten. Ein Stellenabbau von bis zu 2600 Arbeitsplätzen gehe aus einem Plan für den Konzernumbau hervor, der auf Einsparungen ausgerichtet sei. Das verlautete von Seiten der Arbeitnehmervertreter.

Mit dem Konzernumbau wolle Alitalia zwischen 200 und 400 Millionen Euro einsparen. Doch damit gebe sich der neue Grossaktionär Air France-KLM nicht zufrieden.

Bodenpersonal stark betroffen

Von der Entlassung bedroht seien mehr als 200 Piloten, rund 400 Flugbegleiter und 600 bis 700 Mitglieder des Bodenpersonals. Zudem gehe es um 1300 befristet Angestellte. Für Donnerstag oder Freitag plane die Alitalia-Führung ein Treffen mit den Gewerkschaften.

Bei der Privatisierung des Konzerns vor fünf Jahren haben mehr als ein Drittel aller Alitalia-Mitarbeiter ihre Stelle verloren.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Alitalia droht Grounding

    Aus Tagesschau vom 11.10.2013

    Die italienische Fluggesellschaft hat seit der Rettung vor vier Jahren wieder über eine Milliarde Euro Schulden angehäuft. Inzwischen hat sich die Lage derart zugespitzt, dass sogar das Grounding droht. Die italienische Post hat nun angeboten, der Alitalia unter die Flügel zu greifen.