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Legende: Audio Die Werbeumsätze in der Schweizer Medienbranche sind unter Druck abspielen. Laufzeit 02:27 Minuten.
02:27 min, aus HeuteMorgen vom 23.05.2019.
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Branche unter Druck Werbeumsätze in der Medienbranche erodieren weiter

  • Die Werbeeinnahmen sind in fast allen traditionellen Medien im vergangenen Jahr erneut gesunken, meldet die Schweizerische Stiftung für Werbestatistik.
  • Der Aufwand für Werbeaktivitäten sank im Jahr 2018 um 2.7 Prozent auf 4.61 Milliarden Franken.
  • Die Print-Presse erzielte mit 1.01 Milliarden Franken zwar den grössten Umsatz, hatte allerdings einen Rückgang von 9.6 Prozent zu verzeichnen.

In der Unterkategorie Tages-, Wochen-, Regional- und Sonntagszeitungen betrug der Umsatz noch 610 Millionen Franken. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von 11.9 Prozent.

Legende:
Werbeaufwand in der Schweiz 2018 Angaben in Prozent: Gemäss den neuen Zahlen verzeichnen im letzten Jahr fast alle klassischen Medien einen Umsatz-Rückgang. Suchmaschinenwerbung und Social Media sind nicht berücksichtigt. Stiftung Werbestatistik Schweiz

Die Fernsehsender erzielten derweil ein Minus der Werbeeinnahmen von 1 Prozent. Damit sanken diese auf 766 Millionen Franken, wobei die privaten Schweizer Sender einen Umsatzplus von 3.1 Prozent verzeichneten. Die Radiostationen erzielten 144 Millionen Franken Werbeeinnahmen (-4.5 Prozent).

Weiter zugelegt hat hingegen die Online-Werbung. Insgesamt stiegen die Umsätze hier um 3.4 Prozent auf 547 Millionen Franken. Das Wachstum der Online-Umsätze hat sich in den letzten Jahren allerdings abgeschwächt. 2017 waren es noch 5.9 Prozent gewesen.

Legende:
Werbestatistik: Der Langzeitvergleich Entwicklung des Werbeumsatzes in der Schweiz seit dem Jahre 2002. Im Jahr 2010* wurden die Werbeaufwände ohne Direktwerbung berechnet. Stiftung Werbestatistik Schweiz

Suchmaschinenwerbung und Social Media wurden 2018 aus methodischen Gründen nicht berücksichtigt. Ein Jahr zuvor wurde diese Suchmaschinen-Werbung hingegen eingerechnet. Diese betrug zu diesem Zeitpunkt 1,4 Milliarden Franken.

Die Konsequenzen der Umsatzerosionen seien derweil bereits seit vielen Jahren spürbar, sagt Andreas Häuptli. «Diese Entwicklung hat in den letzten 10, 15 Jahren zu Zusammenlegungen von Titeln und Fusionen verschiedenster Verlagshäuser geführt».

Mit Qualität lässt sich Geld verdienen

Dennoch sieht der Geschäftsführer der Schweizer Medien in den vorliegenden Zahlen auch einen Silberstreif am Horizont: «Der Onlinemarkt ist eine grosse Chance». Deshalb dürften die Medienhäuser den digitalen Markt nicht verteufeln.

Zudem hätten die Leser, Zuschauer, Zuhörer und User den Medienhäuser bereits einen Weg aus der Misere aufgezeigt: «Journalismus mit Qualität ist gefragt. Deshalb sind viele Medienhäuser vor vielen Jahren dazu übergegangen, Bezahlmodelle im Internet zu entwickeln», sagt Häuptli.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Gubser  (Gubsi0)
    Ich bemühe mich stets, keine Artikel, für die gross geworben wird, zu kaufen. Markenartikeln weiche ich immer aus.
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  • Kommentar von Peter Brandenbeg  (Brandenberg Peter)
    Mich nervt die Werbung so, dass wenn ich sie mehrmals gesehen habe mein Hirn sagt kauf den Schrott nicht. Früher waren die Werbung in den Zeitungen und mann konte Überblätteen und nicht beachten. Dann kam es in den Zeitungen Beigelegt und mann hat es ins Altpapier geschoben ohne es Anzuschauen. Und jetzt bringen sie es auf dem Tablett und Handy dass es die Gegenteilige Wirkung erziehlt wird und nicht mehr beachtet wird. Und Heute schreiben die Journalisten nur noch über die Werbemisere.
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  • Kommentar von Semat Özen  (Semat)
    Werbung ist Gut.
    Da weiss man welche Produkte gemieden sein sollen.
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