Brasilien wirft reichstem Banker der Welt Bestechung vor

Der Brasilianer Joseph Safra soll von geplanten Zahlungen in Millionenhöhe an brasilianische Steuerfahnder gewusst haben. Sein Finanzimperium hat auch einen Ableger in der Schweiz.

Porträtbild von Joseph Safra auf einer Strasse in Monaco aufegenommen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Joseph Safra kontrolliert auch den Schweizer Vermögensverwalter J. Safra Sarasin. Keystone

Brasilianische Staatsanwälte haben Joseph Safra der Bestechung beschuldigt. Dieser habe von einem Plan von Managern seiner Banco Safra gewusst, staatliche Steuerprüfer mit 15,3 Millionen Reais (4,1 Millionen Franken) zu bestechen.

Die Staatsanwälte berufen sich auf Telefonate zwischen dem Banco-Safra-Manager Joao Inacio Puga und Mitarbeitern der Steuerbehörde. Joseph Safra sei an den Gesprächen nicht direkt beteiligt gewesen. Puga habe Safra allerdings davon in Kenntnis gesetzt.

Schweizer Vermögensverwalter gehört zum Finanzimperium

Ein Sprecher der Safra Gruppe erklärte, die Anschuldigungen seien unbegründet. Es habe bei keinem der Unternehmen der Gruppe ein Fehlverhalten gegeben.

Der libanesisch-brasilianische Banker Joseph Safra kontrolliert zusammen mit anderen Familienmitgliedern Finanzinstitute in 19 Ländern. Unter andern auch den Schweizer Vermögensverwalter J. Safra Sarasin. Das Magazin «Forbes» schätzt sein Vermögen auf rund 18 Milliarden Dollar.