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Legende: Audio Fiat Chrysler mit Tesla: Gemeinsam gegen Abgassteuer abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 08.04.2019.
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Brüssels neue Abgasregeln Mit Tesla umkurvt Fiat die EU

  • Ab 2020 will die Europäische Union sauberere Autos auf den Strassen und nimmt die Autokonzerne in die Pflicht – das führt bei diesen zu ganz neuartigen Allianzen.
  • So will der italienisch-amerikanische Autokonzern Fiat Chrysler künftig Tesla-Autos in seine Fahrzeug-Flotte für den europäischen Markt aufnehmen und dafür dem Elektro-Autobauer hunderte Millionen Euro zahlen.
  • Die Idee dahinter: Fiat Chrysler will auf diese Weise hohen EU-Bussen wegen zu viel CO2-Ausstoss zuvorkommen.

Mit schärferen Abgas-Vorschriften will die EU die Auto-Konzerne verpflichten, sauberere Autos in Europa auf den Markt zu bringen. Wer ab nächstem Jahr mit dem durchschnittlichen CO2-Ausstoss seiner Flotte einen Grenzwert überschreitet, zahlt happige Geldbussen.

Fiat Chrysler fährt alternativen Antrieben hinterher

Das setzt die Auto-Bauer unter Druck, mehr Hybrid- und Elektro-Fahrzeuge anzubieten. Und das trifft insbesondere auch Fiat Chrysler. Gemäss Experten – und mit Blick auf ihre Präsentation am Autosalon Genf vor rund einem Monat – hinkt der italo-amerikanische Konzern in Sachen neue, saubere Autos mit alternativen Antrieben anderen Konkurrenten hinterher.

Mit den Elektro-Fahrzeugen von Tesla wird die Flotte von Fiat Chrysler mit einem Schlag «grüner». Denn dank der Elektro-Motoren dürfte der CO2-Ausstoss der Diesel und Benziner von Fiat Chrysler insgesamt auch unter das geforderte Limit der EU sinken.

Geld, das Tesla gut brauchen kann

Das lässt sich der Mutterkonzern von Sportwagen wie Alfa Romeo oder Maserati einiges kosten. Die Rede ist von mehreren hundert Millionen Euro.

Geld, das Tesla gut brauchen kann. Hartnäckig halten sich Gerüchte über grosse Geldsorgen des Elektroauto-Bauers. Weder Fiat Chrysler noch Tesla wollten die Recherchen der «Financial Times» zu dieser gemeinsamen Flotte kommentieren. Auch sind keine Details zum Handel bekannt.

Ähnliches Vorgehen wie bei Volkswagen

Mit diesen gemeinsamen Flotten – den so genannten Pools – sind Fiat Chrysler und Tesla nicht allein. So profitiert auch der Volkswagen-Konzern von dieser Flotten-Regelung der EU. Mit den sparsameren Modellen von Seat, Skoda oder VW gleicht er den Ausstoss der Porsche- und Audi-Modelle aus.

Der Unterschied allerdings ist, dass sich bei Fiat Chrysler und Tesla zwei komplett getrennte Unternehmen zu einem offenen Pool zusammen geschlossen haben.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Nicht verifiziert, aber es scheint, dass Tesla pro Jahr rund eine Milliarde Dollar durch Verkäufe von CO2-Zertifikaten einnimmt. Und trotzdem schreibt diese Bude noch Verluste…

    Vielleicht reichen die paar hundert Millionen von Fiat-Chrysler, um mindestens auf eine rote Null zu kommen.

    … vielleicht
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  • Kommentar von J. Losi  (J.Losi)
    Das bedeutet das Ende von Fiat und ist ein Armutszeugnis für so einen Konzern.
    Wenn sie jetzt nicht mal realisieren, dass sie sich wandeln müssen und mit Bauernschläue für ein paar weiter Jahre das Gesetz einhalten, dann fallen sie auf die Nase. Der Zug ist dann aber abgefahren! Vlt übernimmt dann Tesla plötzlich Fiat..die Ironie des Schicksals ;-)
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  • Kommentar von Ulrich Zimmermann  (Crocc)
    Gut, endlich übernimmt ein erfahrener Autokonzern Marketing und Vertrieb von Teslas. Damit haben die E-Mobil Kunden einen Verkaufs- und Servicepunkt mit Beratung. Beide werden von der Zusammenarbeit profitieren und dem E-Markt Schub verleihen.
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