Rückblick auf das Forum Das war das WEF 2017: Vier Schwerpunkte

China, Grossbritannien, die Demokratie – und immer, immer wieder die USA. Die Themen, die am WEF bewegten.

    • 1.
      China
      Video ««Als ob man sich in eine Dunkelkammer einschlösse»» abspielen

      «Als ob man sich in eine Dunkelkammer einschlösse»

      1:54 min, aus Tagesschau vom 17.1.2017

      Welche Bedeutung dem Reich der Mitte aktuell in der Weltwirtschaft zukommt, zeigte sich im Verlauf des Forums anhand von mindestens drei Aspekten. Das allererste Mal überhaupt hat ein chinesischer Staatspräsident am WEF teilgenommen. Nie zuvor war eine grössere Delegation chinesischer Beamter in Davos. Und schliesslich kam dem chinesischen Staatschef die Ehre zu zu, das Forum zu eröffnen. In seinem Referat warnte Xi Jinping scharf vor Abschottung und Protektionismus – die einem Rückzug in eine Dunkelkammer gleichkämen. Wem er damit eine Standpauke hielt, lässt sich unschwer erahnen: dem neuen US-Präsidenten Donald Trump.

    • 2.
      Grossbritannien
      Video ««Der Weg wird manchmal unsicher sein»» abspielen

      «Der Weg wird manchmal unsicher sein»

      0:19 min, vom 20.1.2017

      Mit Spannung erwartet wurde die Rede der britischen Premierministerin Theresa May. Sie warnte davor, den Brexit zu unterschätzen. Das Land müsse sich darauf einstellen, dass der Weg «manchmal unsicher sein» sein werde. Gleichzeitig schwor sie ihre Mitbürger auf harte Verhandlungen mit der EU ein. Ihr schwebe ein «mutiges und ambitioniertes Handelsabkommen» vor, das Grossbritannien als Fürsprecher freier Märkte und des Freihandels zeigen möge. Nur zwei Tage vor ihrem Auftritt in Davos hatte May in einer Rede eine klare Trennung von der EU angekündigt. Das Land werde den Binnenmarkt verlassen und auch nicht Teil der Zollunion europäischer Staaten bleiben. Stattdessen würden einzelne Abkommen mit der EU und anderen Staaten angestrebt.

    • 3.
      USA
      Video ««Die Menschen können entspannt sein»» abspielen

      «Die Menschen können entspannt sein»

      1:19 min, vom 17.1.2017

      Kaum ein Interview, ein Gespräch, eine Debatte, in die Donald Trump keinen Eingang gefunden hätte. Setzt er die Menschen- und Bürgerrechte aus? Riegelt er Amerika ab? Geht er mit dem Kreml auf Kuschelkurs? Nur wenige Tage vor seiner Vereidigung herrschte am WEF grosse Unsicherheit und – zumal sich Trump auch den Journalisten verweigerte – viel Ahnungslosigkeit. Entsprechend gefragt war in Davos Anthony Scaramucci, ein Berater aus Trumps Stab. Der zog zur allgemeinen Beruhigung verschiedene Register. Pragmatische: Man möge den Präsidenten eine Chance geben. Wirtschaftliche: Ein absehbares Wachstum in den USA ginge auch mit einem Wachstum auf der ganzen Welt einher. Und empirische: Die Erinnerungen an Ronald Reagan zeigten, dass sich auch ein Präsident, dem man mit Vorbehalten begegnete, als ein Mann des Friedens erweisen könne.

    • 4.
      Demokratie
      Video ««Die Demokratie ist komplex»» abspielen

      «Die Demokratie ist komplex»

      2:53 min, aus WEF Davos vom 18.1.2017

      Dass die Demokratie in aller Munde sein würde, war abzusehen. Während Länder des arabischen Frühlings nach entsprechenden Rechten streben, werden sie in Osteuropa und der Türkei zusehends kassiert. Populistische Bewegungen, welche die Frage nach der politischen Selbstbestimmung vereinnehmen, haben vor dem WEF ferner viel Aufwind erfahren. In der SRF-Debatte brachte Bundespräsidentin Doris Leuthard die Probleme auf einen Nenner: Tatsächlich sei ein möglichst starker Einbezug aller Bürger in den politischen Prozess wünschenswert. Doch die Demokratie zu leben, sei auch komplex. Sie verlange dem Wähler wie dem Volksvertreter Verantwortung ab. Insofern möge Demokratie in geregelten und sukzessive geprüften Bahnen verlaufen – und die Sozialen Medien seien nicht unbedingt der Schlüssel zu mehr Demokratie.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Wirtschaft und Politik ziehen positive WEF-Bilanz

    Aus Tagesschau vom 20.1.2017

    Das diesjährige Weltwirtschaftsforum WEF ist Geschichte. Auch wenn nichts Historisches geschah: die Schweizer Wirtschaftsspitzen und die Schweizer Landesregierung haben neue, wertvolle Erkenntnisse gewonnen, wie die Bilanz der Tagesschau zeigt.