Den Pensionskassen geht es besser

Die finanzielle Lage der Pensionskassen hat sich verbessert. Die Unterdeckung der Vorsorgeeinrichtungen nahm im Jahr 2013 weiter ab – um rund 11 Prozent auf knapp 34 Milliarden Franken. Das Gesamtvermögen belief sich auf 718 Milliarden Franken, 7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Spazierende Pensionierte Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im vergangenen Jahr bezogen 664'430 Pensionierte eine Rente. Keystone/symbolbild

Ende 2013 zählten die Vorsorgeeinrichtungen insgesamt 3,9 Millionen aktive Versicherte, 2 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Der sogenannte Deckungsgrad verbesserte sich auf durchschnittlich 95,3 Prozent.

Im Jahr 2013 wurden fast 20 Milliarden Franken Altersrenten ausbezahlt, 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Kapitalleistungen bei Pensionierung stagnierten erstmals bei 5,9 Milliarden Franken (minus 0,3 Prozent).

Weniger Vermögen

Die öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen mussten sich 2013 zwischen dem System der Teil- und der Vollkapitalisierung entscheiden. Bei beiden Systemen können die Arbeitgeber den Fehlbetrag amortisieren oder auf einmal entrichten. Die Einmaleinlagen der Arbeitgeber sämtlicher Vorsorgeeinrichtungen haben sich in der Folge auf 6,3 Milliarden Franken erhöht und damit fast verdreifacht.

Das Nettoergebnis aus Vermögensanlagen nahm wegen der wirtschaftlichen Lage ab, um 9,9 Prozent auf 41,2 Milliarden Franken. Die veröffentlichten Zahlen sind provisorisch, sie basieren auf der Hochrechnung von 610 Fragebogen. Die definitiven Ergebnisse publiziert das BFS Anfang 2015.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Pensionskassen mit schöner Rendite in 2013

    Aus Tagesschau vom 21.5.2014

    Die Schweizer Pensionskassen haben im vergangenen Jahr von der guten Lage an den Börsen profitiert. Im Schnitt erwirtschafteten sie mit ihren Anlagen 6.3 Prozent, wie eine Umfrage von Swiscanto zeigt.

  • Gute Nachrichten für die Versicherten der Pensionskassen

    Aus Tagesschau vom 30.10.2013

    Ab 1. Januar 2014 erhalten die Versicherten der Pensionskassen auf ihren Vorsorge-Guthaben ein Viertel Prozent mehr Zins, insgesamt also 1,75 Prozent. Der Bundesrat begründet seinen Entscheid mit den weltweit anziehenden Aktienmärkten, die den Kassen trotz tiefer Zinsen mehr Gewinne bringen.