Zum Inhalt springen

Wirtschaft Der Eurokurs sinkt wieder

Der Kurs des Euro hat sich lange kaum verändert. Er lag längere Zeit rund zwei Rappen über dem Mindestkurs der Nationalbank von 1.20 Franken. Seit gestern liegt der Euro wieder unter 1.21 Franken. Damit ist er so tief wie seit anderthalb Jahren nicht mehr.

Der Euro bewegt sich langsam in Richtung des Mindestkurses von 1.20 Franken, den die Schweizerische Nationalbank im Herbst 2011 festgelegt hat, sagt Markus Hettinger, Währungsexperte der Credit Suisse.

«Wir haben seit Juni eine stetige Abwärtstendenz im Euro gegenüber dem Schweizer Franken, weil die Zinsen in der Eurozone ständig nach unten kommen. Somit sind Euro-Anlagen weniger attraktiv.»

Was tut die Europäische Zentralbank?

Zu den jüngsten Abwertungen des Euro dürfte auch Mario Draghi, der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) beigetragen haben. In seiner Rede am vergangenen Freitag im amerikanischen Jackson Hole hat er vor der zu tiefen Inflation gewarnt. Je länger die Preise nur sehr schwach stiegen, desto grösser werde das Risiko für die Preisstabilität.

Draghi hat deshalb angekündigt, falls notwendig alle verfügbaren Instrumente einzusetzen. EZB-Beobachter deuten das als Hinweis, dass die europäische Notenbank schon bald noch mehr Geld ins Finanzsystem pumpen könnte, indem sie Staatsanleihen aufkauft. Solche Käufe der EZB würden wohl den Euro nochmals schwächen und den Franken stärken.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

32 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von michael fischbacher, nidau
    Wäre die EU von Anfang an etwas seriöses gewesen, müsste die Gründung einer neuen Währung ganz am Schluss erfolgen! Ein EU Aufkleber an den Kontrollschildern der Mitglieder, "Genormtes" Gemüse und natürlich DIE Einführung des Euro. Das waren meine ersten Wahrnehmungen von der EU. Ohne Euro stirbt Deutschland, ohne Deutschland stirbt die EU ohne EU, keine Fremdbestimmungen mehr für alle Länder in Europa.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von S. Götz, Buchs
      Schon mal was von den Verträgen von Rom gehört? Von der Vision eines friedliches Europas dank wirtschaftlicher Verflechtung? Die EU ist ziemlich viel älter als Sie anscheinenend wissen, und etwas sehr seriöses; Dank ihr reden Deutschland u. Frankreich miteinander anstatt sich zu bekriegen. Zum Thema: Was macht die Schweiz, wenn Ihre Exporte (54% des BIP) wegens eines tiefen Euros mit ihrem wichtigsten Handelspartner (=EU) zusammenbrechen (wie 2011)? Retten Sie dann die CH mit Ihrem Inlandkonsum?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Oliver Beuggert, Hauptstrasse 47
    „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“ Henry Ford
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Die EU macht es den USA nach, sie produziert Inflation durch Gelddrucken das nicht durch Gegenwerte gedeckt ist. Darum aufhören mit der EURO u. Dollar-Stütze durch die CH Währungskäufe . Unser Fr. ist darum so stark , weil er durch Gegenwerte gedeckt ist, wer also für eine gute CH-Ware etwas mehr bezahlen muss , macht das gerne , und wir kaufen mit dem starken Fr. sehr günstig in der gesamten Welt .Wir können uns dabei auf hochqualitative Produckte konzentrieren die nur in der CH zu kaufen sind.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Karl-Heinz Plum, Frankfurt am Main
      Die SNB macht doch das Gleiche. Sie druckt SFr um € aufzukaufen und damit den Wert des SFr zu drücken, damit die schweizer Wirtschaft keinen Exportkollaps erleidet,
      Ablehnen den Kommentar ablehnen