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Wirtschaft Der Hafen Piräus wird chinesisch

Die chinesische Grossreederei Cosco kauft den Hafen in Piräus. Der Deal füllt die Staatskasse von Regierungschef Tsipras mit knapp 370 Millionen Euro.

Totale auf ein Hafenbecken.
Legende: Der Haffen von Piräus hat neue Hausherren: die chinesische Cosco. Reuters / Archiv

Der chinesische Reederei-Konzern Cosco übernimmt die Mehrheit des Hafens im griechischen Piräus. Einen entsprechenden Vertrag haben Regierungschef Alexis Tsipras und der Chef des chinesischen Unternehmens Xu Lirong unterzeichnet. Dies berichtet das griechische Staatsfernsehen ERT. «Die Seidenstrasse wird damit kürzer», zitierte der Sender Tsipras.

Das wirtschaftlich stark angeschlagene Griechenland erhält für den Anteil von 67 Prozent nach Angaben des Privatisierungsfonds Taiped 368,5 Millionen Euro. Zudem verpflichte sich Cosco, im Hafen von Piräus 350 Millionen Euro zu investieren. Damit ist eine weitere Privatisierung in Griechenland unter Dach und Fach.

Ohne Privatisierungen kein drittes Hilfspaket

Allerdings ist das angestrebte Ziel Athens, insgesamt 50 Milliarden Euro durch Verkäufe staatlicher Beteiligungen zu erzielen, noch in weiter Ferne. Bislang seien so nicht mehr als drei Milliarden Euro in die Staatskasse geflossen.

Fortschritte bei den Privatisierungen sind eine wichtige Bedingung für das dritte Griechenland-Hilfspaket im Volumen von 86 Milliarden Euro, das die Regierung in Athen mit den internationalen Geldgebern ausgehandelt hat. Im Dezember hatte der deutsche Flughafenbetreiber Fraport Verträge zum Betrieb von 14 Regionalflughäfen in Griechenland unterzeichnet.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Einmal mehr Tafelsilber zum Preis von Blech verkauft. Und dies unter Druck von externer Stelle, die nicht einmal davon profitiert.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Die ganze Welt wird bald chinesisch. Wetten, dass unsere lieber Planet einmal den Namen China tragen wird!
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      China nutzt seine Erfolgsfaktoren. Dazu gehören nebst einer zentralistischen Führung auch die Leidensfähigkeit und die schiere Grösse der Bevölkerung sowie die starke staatliche Kontrolle über Wirtschaft und Währung. Hierzulande werden Kompromisslösungen umgesetzt, in China Diktate. Stellen sich Massnahmen als falsch heraus, lassen sie sich bedeutend schneller korrigieren als in Demokratien. Bei allen Nachteilen für den Einzelnen hat das zentralistische System diesen wesentlichen Vorteil.
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  • Kommentar von Marcel Meier (Cello)
    Hier in der Schweiz haben die Valser ihre Quelle (Valser Wasser) an die amerikanische Firma Coca Cola verkauft. Freiwillig, im Gegensatz zu den Griechen.... Das Kapital und die reiche Elite dahinter, sind das Krebsgeschwür der Gesellschaft, des kleinen Mannes.
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