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Wirtschaft Doch keine Rezession

Trotz weniger Gästen aus dem Ausland und wachsendem Einkaufstourismus: Der Schweiz bleibt eine Rezession erspart. Entgegen der Erwartungen ist die Wirtschaft im zweiten Quartal gewachsen.

Legende:
Entwicklung BIP Schweiz 2014/2015 Das Bruttoinlandprodukt im Vergleich zum Vorquartal, real, Angaben in Prozent. Seco

Die Schweizer Wirtschaft rutscht entgegen den Erwartungen doch nicht in die Rezession. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg im zweiten Quartal um 0,2 Prozent. Das teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit.

Legende: Video «Einschätzungen von SRF-Wirtschaftsredaktor Christian Kolbe» abspielen. Laufzeit 1:45 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 28.08.2015.

Im ersten Quartal war das BIP noch um 0,2 Prozent geschrumpft. Analysten hatten erwartet, dass das BIP auch im zweiten Quartal sinkt. Nach zwei rückläufigen Quartalen hätte sich die Schweiz nach Leseart der meisten Ökonomen in einer Rezession befunden.

Mehr Geld für Einkäufe

Dies ist nun nicht eingetreten. Der Aussenhandel mit Waren habe einen positiven Beitrag zur BIP-Entwicklung geliefert, heisst es in der Mitteilung des Seco. Mehr exportiert haben unter anderem die Uhren- und Bijouteriebranche sowie die Chemie- und Pharmaindustrie.

Auch der Konsum der Privathaushalte habe die Wirtschaft im zweiten Quartal gestützt. So sei etwa für Nahrungsmittel, Getränke, für die Gesundheit oder für Bekleidung mehr ausgegeben worden. Gespart wurde dagegen im Bereich Wohnen sowie bei Restaurant- und Hotelbesuchen.

Auch die verarbeitende Industrie generierte nach einem Rückgang im ersten Quartal wieder etwas mehr Wertschöpfung. Rückläufig war hingegen die Wertschöpfung im Gross- und Detailhandel sowie im Finanzsektor.

Rückenwind für die Börse

Positive Vorgaben aus den USA und Fernost – aber auch die überraschenden Wirtschaftszahlen von heute haben bei den Anlegern für Zuversicht gesorgt. Der SMI legte zu Handelsbeginn (9 Uhr) um 0,4 Prozent zu und notierte bei 8848,53 Punkten.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Inderbitzin (Bitzi)
    Solange wir eine unbegrenzte Zuwanderung haben dürfte der BIP eigentlich gar nicht stagnieren. Bedenklich ist einfach, wenn was schöngerechnet wird. Bei einer Zuwanderung von 0.8 bis 1% müsste der BIP eigentlich auch um die gleiche Summe anwachsen. 0.2 % Wachstum sind also in Wirklichkeit eine Rezession.
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  • Kommentar von Thomas Zangerl (TZ)
    Nach 25 Jahren Schweiz Aufenthalt kann ich nur sagen, dass es sicherlich diesmal wieder gut gegangen ist. Trotz alledem - die Schweiz ist sowohl Trittbrettfahrer Europas wie auch ein Seiltaenzer und dies ununterbrochen. Einmal zur Ueberlegeung - waere es nicht gut voll und ganz mit der EU zu gehen und auch mit entscheiden zu koennen...???
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    1. Antwort von Andreas Inderbitzin (Bitzi)
      Sehr geehrter Herr Zangerl Ein Zuwanderer erklärt uns also, wir sollten in die EU gehen, welcher er verlassen hat um in der Schweiz Aufenthalt zu nehmen ? Könnten Sie dies etwas genauer begründen ?
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    OhOh......... und jetzt? wird weiter entlassen Loehne gekuerzt.. BILLIGSTARBEITER eingestellt...??? ja me doerf ja no fraage'n oder?!
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