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Wirtschaft Drastischer Anstieg der Kurzarbeit

Ende Januar ermöglichte der Bundesrat die Einführung von Kurzarbeit aufgrund der Frankenstärke. In der Folge stieg die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer laut neusten Zahlen innert Monatsfrist um über 60 Prozent.

3593 Arbeitnehmer waren Ende Februar von Kurzarbeit betroffen. Laut neusten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) stieg ihre Zahl damit innert Monatsfrist um 62 Prozent. Die Zahl der betroffenen Betriebe erhöhte sich per Ende Februar von 134 auf 400.

Selbstverständlich scheine dieser Zuwachs von über 60 Prozent sehr stark, sagt Boris Zürcher. Er leitet die Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Doch sei das Niveau deutlich geringer als etwa in den Jahren 2012 und 2013. Damals lag die Zahl der betroffenen Arbeitnehmenden, die Kurzarbeit leisteten, weit über 4000.

Über 17'000 arbeitslose Jugendliche

Bereits für April veröffentlichte das Seco heute die Arbeitslosenzahlen: Insgesamt waren Ende Monat bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren 141'131 Arbeitslose registriert, 3'977 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit innert Monatsfrist saisonbedingt von von 3,4 auf 3,3 Prozent.

Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr ist die Zahl der Arbeitslosen dennoch um knapp 3 Prozent oder gut 4000 Personen gestiegen. Die Zahl der Jugendarbeitslosen nahm im Vorjahresvergleich um 4,5 Prozent auf 17'482 Personen zu.

«Die Zahlen entsprechen den Erwartungen»

Für das ganze Jahr 2015 rechnet das Seco mit einer Arbeitslosigkeit von rund 3,4 Prozent. Die Schweiz sei auf Kurs, sagt Zürcher im Gespräch mit SRF News weiter. «Wir haben im Moment keinen Anlass, die Prognose zu revidieren. Die Zahlen, die jetzt veröffentlicht wurden, entsprechen den Erwartungen.»

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Lieber Kurzarbeit als Entlassungen und Auslagerungen. Es werden sicher wieder bessere Zeiten folgen, wo Arbeitskräfte gefragt sind und man auf die bestehenden Kapazitäten zurückgreifen, respektive diese wieder voll beschäftigen kann.
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Von der Kurzarbeit profitieren nur die Mittleren und die Grossen Unternehmen . Bei den Kleinen geht es gar nicht weil meist Alleskönner dort arbeiten die man nicht so einfach ausgliedern kann - denn wenn einmal die Absenz - nicht registriert ist weil der Mitarbeiter gerade im Ausland im Einsatz war, wird die gesamte Kurzarbeit von Bern zurückgefordert ! Die Grossen schliessen ganze Abteilungen für Kurzarbeit und machen in anderen Abteilungen Ueberzeit so läuft das hier .
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Über 17'000 arbeitslose Jugendliche... nun ja, dafuer haben wir die grosszuegige PFZ.... darauf koennen wir echt stolz sein.. den Rest unserer CH Angestellten schaffen wir auch noch ins Arbeitslosen-Leben... mit den Falschfluechtlingen.. ganz einfach, ganz logisch... So sparen wir Loehne, produzieren billiger und verdienen viel mehr.. WIR. wir sind die Wirtschaft und die von der Wirtschaft abhaengigen Politiker! Comprendo???!!!
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