EU-Finanztropf: Banken wollen Schulden begleichen

Die Banken in der Euro-Zone lösen sich vom Tropf der Europäischen Zentralbank. Kommende Woche wollen fast 300 Institute über 137 Milliarden Euro an die EZB zurückzahlen.

Euro-Skulptur vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Institute zahlen ihre Schulden aus dem Krisenfonds schneller zurück als erwartet. Keystone

Mit der Beruhigung der Finanzkrise beginnen erste Banken Schulden an die EZB zurückzuzahlen. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt mitteilte, wollen kommende Woche 278 Institute zusammen 137,2 Milliarden Euro an Krisenhilfen an die EZB zurückzahlen.

Rückzahlungen früher als erwartet

Welche Banken das Geld zurückgeben, blieb zunächst unklar. Einige Institute, etwa die Commerzbank, haben bereits angekündigt, wenigstens einen Teil des von ihnen geliehenen Geldes an die EZB zurückzugeben.

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Weitere Finanzspritze

Portugal benötigt trotz der erfolgreichen Rückkehr an den Anleihemarkt ein zweites Rettungspaket seiner Euro-Partner. Die Ratingagentur Fitch ist der Ansicht, dass das Land vor Ablauf des Hilfspakets von IWF und EU keinen vollen Zugang zum Markt bekommen werde.

Die Institute nutzen die Option, bereits nach einem Jahr das Geld an die Zentralbank zurückzugeben. Mittlerweile kommen mehr und mehr Banken wegen der abflauenden Krise wieder auf anderen Wegen und auch billiger an liquide Mittel.

Die EZB hatte im Dezember 2011 und Februar 2012 insgesamt rund eine Billion Euro verteilt, um Probleme an den Geldmärkten zu lindern. Während sich die Lage der Institute in den Kernländern der Währungsunion seitdem deutlich gebessert hat, ist es für griechische Banken nach wie vor so gut wie unmöglich, auf dem freien Geldmarkt an Mittel zu kommen.