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Wirtschaft Euro 2016: Adidas und Co machen Kasse

Ein Grossereignis wie die Fussball-Europameisterschaft in Frankreich ist nicht nur für die Zuschauer ein Grund zum Feiern. Auch die Wirtschaft des Gastgeberlandes freut sich über zusätzliche Einnahmen. Doch gegen die Gewinne der Sportartikelhersteller sind das Peanuts.

Legende: Video SRF Börse vom 30.06.2016 abspielen. Laufzeit 02:28 Minuten.
Aus SRF Börse vom 30.06.2016.

In diesem Jahr ist die Fussball-EM so gross wie noch nie – ob auch die Umsätze im Austragungsland Frankreich rekordverdächtig ausfallen, ist noch ungewiss. Doch so oder so, die Zahlen sind beeindruckend.

Gemäss einer Studie werden ausländische Zuschauer und Organisatoren während des vierwöchigen Events rund 1,27 Milliarden Euro im Land ausgeben. Die anfallende Arbeit entspricht 26'000 Vollzeitjobs über ein Jahr. In einem Land, in dem die Arbeitslosigkeit bei etwa 10 Prozent liegt, kommt das der Wirtschaft sehr gelegen.

Ausrüster sind die grossen Gewinner

Aber nicht nur im Gastgeberland selber dürften sich die Unternehmen über steigende Umsätze freuen: So stellt die Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (GfK) fest, dass vor der EM die Verkäufe von Fernsehern ansteigen. Jedoch verschiebe sich hier der Konsum eher saisonal, als dass der Fussball zu zusätzlichem Konsum anrege.

Zu den grössten Gewinnern zählen die Sportartikelhersteller. Adidas – Europas grösster Sportartikelkonzern und offizieller Partner der EM – rechnet für das Jahr 2016 mit einem Umsatz von über zwei Milliarden Euro alleine in der Fussballsparte. Nike, die weltweite Nummer eins im Sportartikelmarkt, dürfte als Ausrüster von sechs Teams auch in den Genuss von wachsenden Verkaufszahlen kommen.

Legende: Video Patrik Lang zu Umsatzsteigerungen dank Grossanlässen abspielen. Laufzeit 01:45 Minuten.
Aus News-Clip vom 30.06.2016.

Wachstumsmarkt Sportartikel

Das weltweite Marktvolumen des Sportartikelmarktes wird auf 270 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der Grund für den Erfolg liegt im zunehmenden Konsum in aufstrebenden Märkten wie zum Beispiel China. Zur Entwicklung trägt ebenfalls das steigende Gesundheitsbewusstsein bei.

Doch der Wettbewerb wird härter, Konkurrenten wie Puma oder die US-Marke Under Armour setzen den Marktführern zu.

Innovation und Markenpflege als Erfolgsfaktoren

Die Herausforderung in dem zunehmend umkämpften Markt ist es, sich von der Konkurrenz abzuheben und die eigene Marke entsprechend zu profilieren. Dies stellt auch der Konsumgüteranalyst Patrik Lang fest: «Für die Sportartikelhersteller sind Grossanlässe vor allem deshalb wichtig, weil es eine optimale Gelegenheit ist, ihre Marke in den Vordergrund zu stellen.»

Aufgrund des steigenden Gesundheitsbewusstsein sind Produkte im Performance-Segment besonders gefragt. Dort stehen gemäss Patrik Lang die Qualität der Produkte und die Eignung für den Hochleistungssport im Vordergrund.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Wirklich? Die Wirtschaft freut sich über die zusätzlichen Einnahmen? - Da sind meine Freunde aber mit ganz anderen Erfahrungen zurückgekehrt: Dass man in den Austragungsorten um 21:00 Uhr noch etwas zu essen bekam, musste man suchen und darum betteln. Selber ehemaliger Wirt, nutzte ich solche Sonderanlässe, um in möglichst wenig Zeit möglichst viel zu verkaufen. In Frankreich scheint man anders zu ticken: Wie verstecke ich mich am besten, um dem Ansturm zu entkommen und nicht arbeiten zu müssen.
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  • Kommentar von Patric Huber (Patric Huber)
    Ich find es toll dass Adidas und Nike zu arrogant waren die Isländer auszustatten und jetzt eine kleine Firma gut verdient!
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