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Wirtschaft Fed stoppt Konjunkturspritzen

Die US-Notenbank stoppt ihr Programm zur Stützung der amerikanischen Wirtschaft und kauft keine Staatsanleihen mehr. Der Leitzins bleibt hingegen auf seinem Rekordtiefstand.

Legende: Video US-Notenbank stoppt Konjunkturstützungs-Programm abspielen. Laufzeit 0:30 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.10.2014.

Mehr als fünf Jahre nach dem Ende der schweren Rezession in den USA beendet die Notenbank Federal Reserve (Fed) ihr milliardenschweres Anleihekaufprogramm zur Stützung der Konjunktur. Die Aussichten für die heimische Wirtschaft, den Arbeitsmarkt und die Preisstabilität hätten sich weiter verbessert.

Die Fed hatte im Herbst 2012 begonnen, langfristige Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Wert von 85 Milliarden Dollar monatlich zu kaufen. Bereits seit Anfang dieses Jahres wurde das Programm in regelmässigen Schritten zurückgefahren.

Die Massnahme, mit der gewaltige Geldsummen in die Wirtschaft gepumpt wurden, sollte helfen, den langfristigen Zins zu drücken. Entsprechend günstige Kredite sollten Unternehmen zum Investieren und Bürger zum Hauskauf ermuntern.

Leitzins unverändert

Der Leitzins hingegen bleibt unverändert zwischen null und 0,25 Prozent, wie die Fed bekannt gab. Er liegt seit Ende 2008 auf diesem Rekordtief. Die Fed will den Zins laut einer Mitteilung noch für «beträchtliche Zeit» in dieser Spanne halten.

An den Märkten wird für Mitte 2015 mit der Zinswende gerechnet, einige Investoren tippen sogar auf einen noch späteren Termin im kommenden Jahr.

Zinserhöhung kein Tabu mehr

Zugleich zeigten sich die Notenbanker aber offener denn je für die erste Zinserhöhung seit rund acht Jahren. Sollten sich die Inflation und der Arbeitsmarkt schneller in Richtung der Fed-Ziele bewegen als momentan abzusehen, werde sich eine Anhebung des Leitzinses «wahrscheinlich schneller ereignen als derzeit erwartet», schrieb die Notenbank.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi, Winterthur
    1,6 Billionen Doller durften die nun in den letzten 2 Jahren in den Keller drucken. Unglaublich. Wo ist nun der Plan der Notenbanker? Nirgends! Zuschauen ist die Devise! Bravo. Und ich Narr hatte noch geglaubt die Politiker der großen Nationen könnten darüber sprechen. Interessant wäre einmal all diese Wirtschaftsweisen zu fragen wie sie Inflation definieren. Das Wort Mensch kommt darin nicht vor. Es geht nur um Geld und Waren! Als ob auf einem Markt keine Menschen sind. Demographie!!!!!!!!
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  • Kommentar von Christophe Bühler, Langnau am Albis
    Das FED, scheint es bis jetzt gut gemacht zu haben. Aber die USA ist nicht die Schweiz. Nach dem Regen die Sonne und umgekehrt. Schweizer sei wachsam : Den gegenwertigen tiefen Zinsen zum Trotz bin ich für die SNB-Goldinitative.
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