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Macron sei Dank Franken verliert gegenüber Euro an Stärke

Legende: Audio Wegen Wahl in Frankreich: Der Euro ist teurer geworden abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
1:32 min, aus SRF 4 News aktuell vom 12.05.2017.
  • Anleger haben wieder mehr Vertrauen in die europäische Gemeinschaftswährung.
  • Der Euro legt zu und liegt nur noch knapp unter der Marke von 1.10 Franken.
  • Die Entspannung ist der Präsidentenwahl in Frankreich zu verdanken.

Dass die Euro-Gegnerin Marine Le Pen nicht gewählt wurde, hat die Märkte beruhigt. Bereits nach dem ersten Wahlgang, als Emmanuel Macron vor Le Pen lag, verteuerte sich der Euro von knapp 1.07 auf knapp 1.09 Franken. Die Stichwahl vom vergangenen Sonntag stärkte den Euro, Link öffnet in einem neuen Fenster weiter.

Franken weniger interessant als Fluchtwährung

Ein grosser politischer Unsicherheitsfaktor ist vom Tisch: Dass Frankreich den Euro aufgeben könnte. Nun sehen wohl viele Anleger weniger Sinn darin, ihr Geld im sicheren Hafen Schweizer Franken zu parkieren, zumal hierzulande Hafengebühren in Form von Negativzinsen zu Buche schlagen. Dafür verspricht der Euroraum mehr Rendite: Die europäische Wirtschaft wächst.

Mit einem Eurokurs von rund 1.10 Franken seien die Schweizer Exportunternehmen einigermassen konkurrenzfähig, heisst es. Allerdings ist der Franken nach Ansicht der Nationalbank immer noch zu teuer, trotz der jüngsten Entspannung. Für die Exportbranche zeigt der Trend aber in die richtige Richtung.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Damit wird auch der egoistische und nicht nur positive Handelsbilanzüberschuss weiterhin wachsen und die Schweiz bleibt einer der schlimmsten Währungsmanipulatoren :-(. Nur wenige profitieren davon aber viele verlieren (Hochpreisinsel, Masseneinwanderung, Dichtestress, Umweltzerstörung u.v.m.).
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Die Schweiz ist überhaupt kein Währungsmanipulator. Die Währung ist ja immer noch um über 10% überbewertet gegenüber der Kaufkraftparität.
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  • Kommentar von Willy Gruen (wgruen)
    Der beste Zeitpunkt, den Euro auch bei uns einzuführen. Mit einem Schlag wäre das leidige Wechselkursthema beendet und unsere Wirtschaft und alle SchweizerInnen hätten kein Wechselkursrisiko mehr. Zumindest mit unseren wichtigsten Handelspartners in Europa (und einem Viertel Afrikas, wo der Euro auch Leitwährung ist).
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    1. Antwort von Werner Christmann (chrischi1)
      Warten sie mal was passiert wenn die Italiener aus dem Euro aussteigen. Aber sie persönlich dürfen nach Lust und Laune mit Euros rumspazieren.
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  • Kommentar von Ivo Muri (Ivo Muri)
    Wenn ganze Demokratien Konkurs gehen können, weil Spekulanten oder ausländische Gelddrucker Währungen manipulieren, dann stimmt etwas nicht mit der Wirtschaftsordnung. Die EU druckt Geld, um die Wirtschaft im Euroland zu retten. In bilateralen Verträgen muss es doch möglich sein, Freizügigkeit von Waren, Menschen und Kapital einzuschränken, wenn ein Handelspartner die Notenpresse in Gang setzt. In der EFTA hatten wir solche Möglichkeiten. Wir brauchen eine EFTA 2.0
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    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Das ist richtig. Die Ideen für wirtschaftliche Verbesserungen durch Globalisierung zeigen immer mehr ihre Grenzen und Nebenwirkungen auf, und die Kapitäne müssen höllisch aufpassen wenn sie nicht wollen dass die Demonstranten vor den WEF-Anlässen am Ende auf der ganzen Linie recht bekommen.
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