Gategroup übernimmt die Inflight Service Group

Das Schweizer Bordverpflegungsunternehmen Gategroup kauft den schwedischen Konzern Inflight Service Group IFS. Mit dem Kauf wird Gategroup Marktführer beim Detailhandelsgeschäft über den Wolken.

Für 130 Millionen Franken kauft Gate Group die schwedische Inflight Service Group (IFS). Damit wird der Schweizer Konzern nach eigenen Angaben Marktführer im Detailhandelsgeschäft an Bord.

Laut Gategroup ist die IFS der führende Buy-on-Board-Anbieter für Fluggesellschaften in Europa. Das Unternehmen ist insbesondere auf Skandinavien und das Baltikum fokussiert und beschäftigt 300 Mitarbeiter. Zudem ist die IFS auch auf Fähr- und Kreuzfahrtlinien tätig.

Mit der Übernahme wird der Umsatz von Gategroup um mehr als 240 Millionen Franken und den operativen Gewinn um 13,4 Millionen Franken gesteigert. Die Transaktion soll bis Februar 2016 abgeschlossen sein.

Eine Stewardess serviert Essen in einem Flugzeug. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gategroup verspricht sich mit der Übernahme eine Kombination von Kostensenkung und Wachstum. Reuters (Symbolbild)

Kauf als Teil einer neuen Strategie

Der Zukauf ist Teil einer neuen Strategie, mit der das Unternehmen in seinen Kernbereichen wachsen und aus der Krise finden will. Das Verkaufsangebot im Flugzeug soll insgesamt verbessert werden.

Mit dem Zukauf sollen auch Fertigungskosten gespart werden. Gategroup muss in den kommenden Monaten aber trotzdem rund 300 Stellen streichen. Das gab das Unternehmen bereits früher bekannt.

Daten von 175 Millionen Passagieren

Buy-on-Board sei zu einem Schlüsselelement in der Bordverpflegung geworden, schreibt Gategroup. Auf bereits etwa 50 Prozent des Kurzstreckenverkehrs in Europa werde kein Gratisservice mehr angeboten.

Gategroup erhofft sich mit der Übernahme eine beschleunigte Ausweitung der eigenen automatisierten Vorbestellungs- und Vorauswahltechnologie. Mit dem Kauf erhalte die Gategroup die Onboard-Technologie von IFS und die Daten zu Kaufpräferenzen von mehr als 175 Millionen Passagieren, heisst es weiter.