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Wirtschaft Gewinnrückgang bei OC Oerlikon

Der Industriekonzern OC Oerlikon vermeldet für das dritte Quartal einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn. Nach neun Monaten hat sich der Betriebsgewinn im Vergleich zur Vorjahresperiode damit halbiert. Es gibt aber auch einen gewichtigen Lichtblick.

OC Oerlikon hat im dritten Quartal 2016 aufgrund der schwachen Segmente Manmade Fibers und Drive Systems einen Umsatz- und Gewinnrückgang ausgewiesen. Der Bereich Surface Solutions ist dagegen gewachsen.

Quartalsergebnis unter den Erwartungen

Der Umsatz sank gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um rund 13% auf 549 Millionen Franken. Der Auftragseingang lag derweil 6,1% tiefer und erreichte noch 572 Millionen, wie das Unternehmen am Morgen mitteilte. Der Betriebsgewinn halbierte sich im dritten Quartal fast auf noch 37 Millionen Franken.

Damit wurden die Erwartungen der Analysten teilweise klar unterschritten. Und auch die verbleibenden Monate des Jahres würden sich schwierig gestalten, schreibt das Unternehmen.

Lichtblick im Hauptgeschäft

Es gibt aber auch Lichtblicke. So nahm der Umsatz in der grössten Sparte, der Division Oberflächenlösungen, zwischen Januar und September um 1,2 Prozent auf 915 Millionen Franken zu. Dabei zeigte sich besonders im dritten Quartal eine Belebung mit einem Umsatzplus von 3 Prozent auf 305 Millionen Franken.

Die Sparte stellt das künftige Hauptbetätigungsfeld des Konzerns dar. Darum passte das Unternehmen die Organisation an. Der seit März amtierende Konzernchef Roland Fischer übernahm darum auch die Leitung des Segments.

Schwieriger Textilmaschinen-Markt wegen Chinas Fünfjahresplan

Im Gegensatz zu den Oberflächenlösungen lief es in den beiden anderen Sparten des Konzerns dürftig bis schlecht. Im Segment mit den Textilmaschinen (Manmade Fibres) verblieb der Markt mit Filamentanlagen für Fäden auf sehr tiefem Niveau. Dies sei aufgrund des 13. Fünfjahresplan Chinas erwartet worden, heisst es.

Im Geschäft mit Getrieben (Drive Systems) standen alle Endmärkte unter Druck. Besonders die Nachfrage aus Landwirtschaft, Bau, Energie und Bergbau war laut dem Konzern schwach.