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Wirtschaft Grosses Sparpotenzial beim Handy-Abo

Über 3 Milliarden Franken haben die Schweizer Handynutzer im Jahr 2013 quasi aus dem Fenster geworfen. Laut dem Internetvergleichsdienst Comparis würde sich ein Abowechsel für viele Handynutzer lohnen.

Legende: Video Schweizer zahlen zu viel fürs Telefonieren abspielen. Laufzeit 1:42 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.01.2014.

Mit dem Smartphone jederzeit und überall ins Internet, das hat trotz Flatrate-Angeboten seinen Preis. Gegen 100 Franken geben die Schweizer Handynutzer durchschnittlich pro Monat dafür aus – zu viel, wie Comparis bei einer Umfrage von 3000 Mobilfunkkunde feststellte.

«Flatrate-Kunden könnten sich im Durchschnitt die Hälfte ihrer Mobilfunkkosten sparen», so der Telekom-Experte Ralf Beyeler von Comparis. Das Sparpotenzial beziffert der Vergleichsdienst für das Jahr 2013 bei 3,1 Milliarden Franken, eine halbe Milliarde mehr als im Vorjahr.

Die Verbreitung der Flatrate-Angebote habe sich etwa verdreifacht. Die Gründe für den Siegeszug sind für den Branchenexperten klar: Die Schwelle, ab der sich eine Flatrate finanziell lohnt, ist tiefer geworden. Zudem haben inzwischen die meisten Handynutzer ein Smartphone, viele möchten damit möglichst unbeschränkt im Internet surfen.

Mangelhafte Datenleistung

Mit der gebotenen Verfügbarkeit und der Geschwindigkeit des mobilen Internets sind viele Befragten aber nicht wirklich zufrieden. Alle drei grossen Anbieter Swisscom, Sunrise und Orange erhalten in der Umfrage hier nur knapp die Note «genügend» (4,1). «Die Anbieter müssten eigentlich alles daran setzen, um mit guter Netzqualität und hoher Geschwindigkeit zu punkten. Aber das scheint nicht der Fall zu sein. Und den Ärger haben die Kunden», kommentiert Beyeler.

6 Kommentare

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  • Kommentar von K. Räschter, Schweiz
    Comparis mit seinem Vergleichs-Dschungel der Tarife fördert aus meiner Sicht sogar die dauernde Wechslerei in sog. aber zu teure Flatrates. Jeder sollte sein Abo oder PrePay auf seinen Handy- oder Smartphone Gebrauch abstimmen. Es gibt in der Zwischenzeit übrigens bessere und übersichtlichere Vergleichsdienste als Comparis. Wie schon beim Kassensturz werden manchmal auch Äpfel mit Birnen verglichen bei Comparis.,Das ist nicht sehr hilfreich.
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  • Kommentar von Hans Klein, Bern
    Schuld dürften die total überrissenen Preise bei uns sein: es gibt keine echte Konkurrenz. Allein was Auslandstelefonie und erst recht Datenroaming kosten, spottet jeder Beschreibung! Dabei frage ich mich, ob man die Tarife (z.B. der Swisscom) nicht als Nötigung vor Gericht bringen kann: I.d.R. ist man beruflich (und auch privat) darauf angewiesen, unter seiner Nummer erreichbar zu sein. Die Tarife sind eine bewusste Ausnutzung dieser Zwangslage – und das ist die Definition von Nötigung. Oder?
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  • Kommentar von Walter Anderegg, 8810 Horgen
    Es erstaunt schon, dass der private User, der durchschnittlich nur etwa 30 Prozent der Möglichkeiten eines Smartphones nutzen kann, so viel Geld für ein solches Gerät hinblättert.
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