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Dieselgate Hat auch Renault geschummelt?

  • Nach dem Dieselskandal bei VW rückt nun nach Fiat Chrysler auch der französische Autobauer Renault in der Fokus der Behörden.
  • Die Pariser Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen an drei Untersuchungsrichter übertragen.
  • Renault wies den Schummelverdacht zurück. Das Unternehmen beachte alle Gesetze zu Abgasemissionen.
Legende: Video «Fiat Chrysler im Visier der US-Behörden» abspielen. Laufzeit 2:07 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.01.2017.

Im Sog des VW -Dieselskandals geraten immer mehr Autobauer ins Visier der Ermittler. Nach Fiat Chrysler, dem die US-Umweltbehörde EPA einen massiven Verstoss gegen das Luftreinhaltegesetz vorwirft, gerät nun in Europa auch der französische Autobauer Renault stärker unter Druck.

Die Pariser Staatsanwaltschaft prüft einem Insider zufolge einen möglichen Abgasbetrug bei Europas zweitgrösstem Autobauer.

Einbruch am Aktienmarkt

Die Ermittlungen in dem Fall sind offenbar so weit gediehen, dass inzwischen Richter mit der Frage befasst sind, ob es zum Prozess kommt. Renault wies den Schummelverdacht zurück. Das Unternehmen beachte alle Gesetze zu Abgasemissionen.

Die Renault-Aktie verlor deutlich an Wert. Der Kurs sank zeitweise um vier Prozent und fiel auf den tiefsten Stand seit rund einem Jahr, ehe er sich wieder etwas erholte. Vor einem Jahr hatte eine Razzia bei Renault im Zusammenhang mit einer Überprüfung von Abgaswerten für Unruhe in der Autobranche gesorgt und binnen kurzer Zeit mehr als fünf Milliarden Euro an Börsenwert vernichtet.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Falsche Frage, ob auch Renault geschummelt habe. Richtige Frage: Wer hat möglicherweise nicht geschummelt? Und klar, die Softwareänderungen haben ausschliesslich die marrokanischstämmigen Putzfrauen verursacht ...
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wann und von welcher Regierung, wird dieser mächtigen Auto-Industrie endlich ein "Riegel" vorgeschoben? Lobbyismus, Vetternwirtschaft und Korruption auch da! Nur mittels ehrlicher Volks-Politik und entsprechendem "Rückgrat", könnte die reiche Schweiz Einfluss für eine Wende in diesem umweltzerstörenden "Business" nehmen! Der Bundesrat hat einmal mehr aufgezeigt, dass er dies nicht will - heuchlerische Einschleimung bei der korrupten, Menschenrechte- und leben missachtenden Regierung - China...
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Das ist alles so scheinheilig dass es nicht mehr zu glauben ist. Für jeden der eins und eins zusammenzählen kann, war von Anfang an klar, dass alle "betrogen" hatten. Wenn einer nicht mitgemacht hätte, hätte er ja gegen die vermeintliche Konkurrenz keinen Wunsch gehabt. Und die schämen sich nicht einmal vor die Kamera zu treten. Wenn ich daran denke, wie mich einer mal fragte wieviel meine alte "Kiste" verbrauche, und prahlte dass sein "Diesel" weniger braucht, da kommt mir die Galle hoch.
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