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Wirtschaft Hier wohnen die Milliardäre in der Schweiz

129 Milliardäre lebten 2014 in der Schweiz. Besonders gut scheint es ihnen in Genf und Zürich zu gefallen, aber auch die Bergluft hat ihren Reiz: In Bern und Graubünden wohnen ebenfalls überdurchschnittlich viele Reiche.

Millionär zu sein, reicht schon längst nicht mehr, um in der Schweiz die Liste der Reichsten anzuführen. Dafür braucht es schon eine Milliarde – und im besten Fall gleich mehrere davon. An der Spitze der vermögendsten Personen und Familien, die in der Schweiz wohnen, ist die Familie Kamprad. Das zeigt die jährliche «Bilanz»-Rangliste.

Der Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist zwar wieder zurück in Schweden, doch seine drei Söhne wohnen weiterhin im Kanton Waadt. Insgesamt besitzt die Familie laut «Bilanz» ein Vermögen von 42,5 Milliarden Franken.

Reiche leben gerne in Genf

Auch anderen Milliardären gefällt es in der Waadt: 14 von ihnen leben dort (siehe Box). Damit nimmt der Kanton den dritten Platz ein. An der Spitze steht jedoch der Nachbarkanton Genf. Offenbar ist das Klima dort besonders milliardär-freundlich: 25 schwerreiche Menschen haben sich in Genf niedergelassen. Zürich landet mit seinen 19 Milliardären auf dem zweiten Platz.

Auch die Berge sind ein Ort, an dem sich Milliardäre wohlfühlen. So ziehen Bern (und damit vor allem das Berner Oberland) und Graubünden ebenfalls eine beachtliche Zahl von jeweils 10 Milliardären an. Noch zulegen in Sachen Milliardärsdichte können hingegen die Kantone Schaffhausen, Uri, oder der Jura. Sie können bisher noch keine Superreichen vorweisen.

Zu den Daten

Die Grafik beruht auf der Erhebung des Wirtschaftsmagazins «Bilanz», das jährlich die 300 vermögendsten Personen aufführt, die in der Schweiz wohnen. Wenn es sich bei den Milliardären um Familien handelt, sind teilweise mehrere Wohnsitzkantone aufgeführt. Dem haben wir in der Infografik Rechnung getragen.

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35 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Starnberger, Therwil
    Da sich die Diskussion gerade um die Erbschaftssteuer dreht der Hinweis, dass etwa die Hälfte dieser Milliardäre Ausländer sind und damit von der Steuer nicht betroffen. Die andere Hälfte wird ein paar Millionen für Anwälte ausgeben und im Gegenzug Hilfe zur Umgehung der Steuer erhalten. Beispielsweise das Vermögen in eine Stiftung geben und die Erben zum Nutzniesser machen. Oder das Domizil in ein EU-Land ohne Steuer verschieben (Oesterreich, Schweden, Portugal, u.v.a.).
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    1. Antwort von Urs Dupont, Küsnacht
      Die Erbschaftssteuer betrifft ja auch nicht den Milliardär, sondern diejenigen, die dieses Geld mal geschenkt erhalten. Ob dies nun direkt oder via eine Stiftung geschieht spiel keine Rolle. Klar wird es Missbrauchsversuche geben, aber dies ist kein Grund, die gerechteste aller Steuern nicht einzuführen, sondern dann soll der Missbrauch bekämpft werden. Auch bei der Einkommen- und Vermögensssteuer gibt es massiven Missbrauch, sollen deswegen alle Steuern abgeschafft werden?
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    2. Antwort von Walter Starnberger, Therwil
      Ja, Herr Dupont. Ich möchte dann auch noch eine Gesundheitssteuer. Gesunde Menschen haben wesentlich mehr Chancen in Beruf und Privatleben als chronisch Kranke. Und dann noch eine Schönheitssteuer. Attraktive Menschen haben auch mehr Möglichkeiten im Leben als Unattraktive und haben ihren Vorteil auch geschenkt bekommen.
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  • Kommentar von Tom Rosen, erlenbach
    Diese Menschen sichern unsere Wirtschaft. Nicht mit ihren persönlichen Steuern. Sondern mit den Steuern ihrer tausenden von Mitarbeitenden. Mit der MwSt. ihres Konsums und dem ihrer Mitarbeitenden. Mit den Transaktionsgebühren ihrer Geschäfte. Mit ihren Immobilienkäufen und ihren Peripheriekosten. Mit der Entlastung der Sozialkassen und dem Füllen derselben durch ihre Mitarbeitenden. Aberhundertfach im Volumen verglichen zu den "wenigen" Millionen an direkter Steuer, die sie hier zahlen.
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    1. Antwort von Urs Dupont, Küsnacht
      Ja, ja, genaus so ist es heute. Diejenigen die für diese Milliardäre hart arbeiten, müssen hohe Einkommenssteuern bezahlen und diejenigen die dieses Milliardenvermögen mal geschenkt erhalten, zahlen keinen Franken Steuern. Nicht nur zu tiefst ungerecht sondern geradezu pervers.
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Erstens bin ich nicht neidisch, Zweitens interessiert mich das nicht, 3. Weiss man sehr wohl wie die CH-Bürger in grossem Masse gestrickt sind. Somit stimme ich nein und mir ist wohl dabei.
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    1. Antwort von Urs Dupont, Küsnacht
      Ihre Soilidarität mit den ach so armen Leuten, die Millionen geschenkt erhalten ohne einen Franken Steuern zu zahlen in Ehren. Aber spätestens dann, wenn Sie persönlich deshalb mehr Steuern und mehr AHV Prämien zahlen müssen oder eine kleinere Rente erhalten werden, dürfte Ihnen die Augen aufgehen.
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