Zum Inhalt springen

Garstige Zeit für Richemont Immer weniger kaufen teure Uhren

Der Luxusgüterkonzern Richemont muss im Geschäftsjahr 2016 einen Gewinnrückgang von 46 Prozent hinnehmen.

Legende: Video Immer weniger kaufen teure Uhren abspielen. Laufzeit 0:25 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 12.05.2017.
  • Der Schweizer Luxusgüter-Konzern Richemont erzielte im letzten Jahr einen Reingewinn von 1,2 Milliarden Euro.
  • Dies entspricht einem Rückgang von 46 Prozent.
  • Probleme bereitet Richemont vor allem der schleppende Geschäftsgang in Asien.

Luxusgüter-Produzenten haben es derzeit schwer. Bei den Luxusuhren redet die Branche gar von einem Einbruch der Nachfrage. Auch Richemont hat im Geschäftsjahr 2016 unter der sinkenden Nachfrage nach Uhren und Schmuck gelitten. Der Reingewinn sackte um 46 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ab.

Inbesondere in Hongkong laufen die Geschäfte schleppend, und wegen der stetigen Terrorgefahr haben viele Shoppingtouristen aus Asien auf Reisen nach Europa verzichtet. Richemont kaufte sogar bereits an Händler gelieferte Uhren zurück und baute sie wieder auseinander, um die Goldteile einzuschmelzen.

Sorgenkinder Piaget und Vacheron

So resultierte beim Betriebsgewinn denn auch ein Rückgang um 14 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz sank um 4 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro.

Das Umfeld für den Luxusgüterkonzern war zuletzt garstig. Auf die Einbrüche der Nachfrage bei den Uhren im Hochpreissegment reagierte Richemont im vergangenen Herbst mit einem Stellenabbau.

Im November 2016 gab das Unternehmen den Abbau von rund 200 Stellen bekannt, nachdem es bereits zum Jahresanfang angekündigt hatte, bis zu 350 Stellen zu streichen. Betroffen waren primär die Uhrenmarken Piaget und Vacheron Constantin.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Markus Berner (Markus Berner)
    Wie hiess es im Artikel? Leute entlassen, Dividende erhöhen... Solche Konzerne sollten sich einfach nur schämen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Je teuerer eine Uhr ist, desto höher ist das Risiko, dass es einem gestohlen wird. Im Fussvolk ist deshalb der Trend zu "einfacher" und "billiger" voll im Gang. Solange man in der EU und der Schweiz, die Diebesbanden auch noch willkommen heisst, und sie nach getaner Arbeit entkommen lässt, wird es nicht besser für Güter, die Wert haben und auf die man stolz sein kann.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Nach dem Hype in den letzten Jahrzehnten war eine Abkühlung des Marktes ganz klar vorauszusehen. Zumal den Chinesen das Geld nicht mehr so locker in der Tasche sitzt, wie auch schon, den Russen erst recht gar nicht und auch die Araber infolge niedrigem Ölpreis nicht mehr so mit Geld um sich werfen können und der indische Markt noch kein Potential hat. Restrukturieren und kleinere Brötchen backen. Dann wird das schon wieder....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen