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Wirtschaft Immer weniger Schwarzarbeit in der Schweiz

Immer weniger Schweizerinnen und Schweizer verdienen ihr Geld schwarz. Der Anteil der Schattenwirtschaft an der gesamten Wirtschaftsleistung betrug 2014 noch 6,9 Prozent. Für das kommende Jahr wird ein weiterer Rückgang auf 6,5 Prozent erwartet - ein tiefer Wert im internationalen Vergleich.

In der Schweiz nimmt die Schwarzarbeit laufend ab. In der OECD haben nur die USA einen geringeren Anteil der Schattenwirtschaft an der regulären Wirtschaftsleistung.
Legende: In der Schweiz nimmt die Schwarzarbeit laufend ab. Keystone

Der Linzer Wirtschaftsprofessor Friedrich Schneider schätzt, dass im vergangenen Jahr 427'000 Personen in der Schweiz ihr Geld schwarz verdient haben. Für 2015 sagt er einen weiteren Rückgang der Schattenwirtschaft in Bezug zum BIP der Schweiz voraus.

Bargeldnachfrage als Indikator

Geschätzt wird der Umfang der Schattenwirtschaft aufgrund der Bargeldnachfrage eines Landes. Steigt diese, ist dies ein Indikator für eine wachsende Schattenwirtschaft. Im internationalen Vergleich steht die Schweiz als Musterschülerin da. In Griechenland ist der Anteil der Schattenwirtschaft am grössten.

Der Umfang der Schattenwirtschaft wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Grundsätzlich wächst sie, wenn die offizielle Wirtschaft schrumpft, wenn Arbeitslosigkeit und Steuerlast steigen oder wenn die Regulierungsdichte und der bürokratische Aufwand zunehmen.

Legende:
Prognose Anteil Schattenwirtschaft am BIP 2015 Vermuteter Anteil der Schattenwirtschaft an der offiziellen Wirtschaftsleistung ausgewählter Länder 2015 IAW Tübingen

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Dupont, Küsnacht
    Ich sehe keinen 1:1 Zusammenhang zwischen Bargeldnachfrage und Schwarzarbeit. Hat doch letzteres mit Sicherheit einen grossen Zusammenhang mit viel anderem Illegalen. Deshalb wundert es mich (oder auch nicht), dass die Politik den Ge- bzw. Missbrauch mit grossen Bargeldsummen nicht rigoros einschränkt. Heute gibt es absolut keine Gründe mehr, um grössere Summe bar zu bezahlen, ausser Illegalität und Kriminalität. Viele Politiker wollen offensichtlich bewusst eine Hintertür dafür offen lassen.
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  • Kommentar von H. Frühling, Bern / Zürich
    Schwarzarbeit und Tauschhandel sind die beiden Varianten, mit denen sich am leichtesten Geld verdienen lässt. Unter Unternehmern ist sowas doch schon lange eingeführt. Jetzt müssen halt Mittelstand und die "kleinen" Leute mit diesen beiden Lösungen umzugehen lernen. (Vermindert den Bürokratismus ungemein und spart erst noch öffentliche Abgaben! Hat einfach ein paar andere kleinere Haken. Aber gegenüber dem, was Unternehmen und reiche Leute mit Steuern alles anstellen, wohl das einzige Mittel).
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  • Kommentar von marcel baier, agno tesin
    Bei der grenzubergenen muste mann beser contole machen besonders im tessin es gibt veile grenzgener die schwarz arbeiten im tessin. Man solte beser contoliren an der zoll ùbergam besoners im tessin.
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