Jungunternehmer haben keine Lust auf drei Milliarden Dollar

Die beiden Gründer der Foto-App Snapchat haben ein Angebot von Facebook abgelehnt – in der Hoffnung auf noch mehr Geld.

Evan Spiegel, Gründer von Snapchat Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wartet auf ein noch besseres Angebot: Evan Spiegel, Gründer von Snapchat Keystone

Das ist der Stoff, aus dem Gründer-Legenden im Silicon Valley gesponnen werden: Drei Milliarden Dollar für eine junge Firma, die noch nicht einmal richtig Geld verdient.

Die beiden Gründer – Evan Spiegel (23) und Bobby Murphy (25) – schmissen den Laden bis vor kurzem von einem Bungalow am Strand aus. Mit ihrer Foto-App Snapchat, bei der sich die Fotos nach wenigen Sekunden in Luft auflösen, werden jeden Tag rund 350 Millionen Schnappschüsse verschickt.Erst im Juni waren es noch 200 Millionen.

Zuckerberg hats auch so gemacht

Damals haben sich Spiegel und Murphy eine Finanzspritze von 60 Millionen Dollar gesichert, um den Betrieb sicherzustellen. Sie haben nun das Milliarden-Angebot von Facebook abgelehnt, weil sie auf noch besseres Angebot hoffen. Laut «Wall Street Journal» können sie sogar mit vier Milliarden Dollar rechnen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg kennt die Strategie: Er selbst hat einmal Anfang 20 ein Angebot von Yahoo über eine Milliarde Dollar ausgeschlagen. Heute ist alleine sein Anteil an Facebook über 30 Milliarden Dollar wert.