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Wirtschaft Kubas Doppelwährung währt nicht mehr

Kubas Präsident Raúl Castro will einen alten Zopf abschneiden. Die seit 1994 geltende Doppelwährung soll zugunsten einer einzigen Währung fallen. Diese Idee ist nicht neu. Fidel Castros Bruder hat sie erstmals im Jahr 2008 geäussert.

Nahaufnahme zweier Hände. Sie halten Notenscheine der kubanischen Währung Peso convertible (CUC).
Legende: Zwei Währungen, zwei Welten. Raúl Castro verspricht sich mehr Einkommensgerechtigkeit nach der Reform. Keystone

Die Koexistenz von zwei Zahlungsmitteln sei «eins der grössten Hindernisse für den nationalen Fortschritt», sagte Präsident Raúl Castro in vom Staatsfernsehen übertragenen Rede. Er kündigte die Abschaffung der seit 1994 geltenden Doppelwährung an.

Dies würde Veränderungen in Sachen Gehälter ermöglichen, bekräftigte der 82-jährige Staatschef sein 2008 erstmals erwähntes Vorhaben. Einen Zeitpunkt für die Reform nannte er allerdings nicht.

Doppelwährung spaltet das Land

Das wirtschaftlich angeschlagene Kuba hat neben der offiziellen Landeswährung Peso cubano (CUP) auch den Peso convertible (CUC). Dieser ersetzte 1994 den US-Dollar als zweites Zahlungsmittel.

Seit Jahren spaltet die Doppelwährung auch die Gesellschaft in zwei Parallelwelten. Viele Kubaner erhalten Geldzuwendungen in CUC von Verwandten im Ausland - andere müssen sich dagegen mit den staatlichen Monatsgehältern und -Renten begnügen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Albert Planta, Chur
    Die sollen doch gleich den $ übernehmen und mit den USA Frieden schliessen. Alles Andere ist Kasperlitheater.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Das sind erstaunliche Worte von jemandem, der sich bisher als eher linksorientiert "geoutet" hat. Sonst waren doch immer die Amis die Bösen - jetzt soll mit ihnen Frieden geschlossen werden? Was ich vor ein paar Monaten geschrieben habe, wiederhole ich jetzt: Solange die Gebrüder Castro noch an der Macht sind, wird sich nichts Wesentliches ändern, aber nach ihrem Abtreten wird der kubanische Sozialismus bald wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. DANN kann Frieden geschlossen werden.
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    2. Antwort von Albert Planta, Chur
      Juha Stump, Zürich: Die Amis sind bei unseren Rechtsnationalen die Bösen. Ich bin kein USA-Hasser, vor allem nicht wenn die Demokraten dort an der Macht sind. Die USA war, ist und bleibt der Garant für die Freiheit. auf der Welt.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Es geht halt doch nicht ohne den US-Dollar, auch die damalige Entscheidung der Einführung der Zweitwährung gehörte zu den vielen Fehlentscheidungen des "Grössten Führers" (F. Castro). Diese Zweitwährung erinnert stark ans ehemalige "Bruderland" Volksrepublik China, wo die ausländischen Touristen beim Grenzübertritt beim Wechsel eine Währung bekamen, die die Einheimischen nie sahen und die vor allem in den internationalen Hotels üblich war. Ob das noch heute so ist, weiss ich nicht.
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