Letta fordert von Alitalia radikale Änderung

Die Finanzspritze für die strauchelnde Alitalia ist nur eine Notmassnahme – das hat der italienische Premierminister Enrico Letta deutlich gemacht. Die staatliche Fluggesellschaft soll auch ihr Geschäftsmodell radikal ändern.

Zwei Flugzeuge der Alitalia auf einem Flughafen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kurswechsel: Die Alitalia soll sich rasch einer internationalen Allianz anschliessen. So will es Italiens Premier Letta. Reuters

Italien will Alitalia nicht unter staatliche Kontrolle bringen. Die Hilfen der staatlichen Post sei lediglich eine Notmassnahme, sagte der italienische Ministerpräsident Letta der Zeitung «Il Sole 24 Ore».

Die Airline müsse nun ihr Geschäftsmodell radikal ändern und möglichst rasch einer internationalen Allianz von Fluggesellschaften beitreten, hält Letta weiter fest.

Täglich 700'000 Euro Verlust

Die Massnahmen der Regierung sehen vor, dass die italienische Post 75 Millionen Euro zur Rettung der Fluggesellschaft beisteuert. Am Freitagabend gab zudem der Verwaltungsrat von Alitalia, dem auch Grossaktionär Air France-KLM angehört, grünes Licht für ein Rettungspaket im Volumen von 500 Millionen Euro.

Alitalia benötigt dringend frisches Geld, um einen Bankrott abzuwenden. Die Gesellschaft ächzt unter einem Schuldenberg von einer Milliarde Euro und fliegt seit ihrer Rettung durch private Investoren vor fünf Jahren täglich fast 700'000 Euro Verlust ein.

Die grössten Airline-Pleiten

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel