Milliardenklage: Credit Suisse in Anlegerbetrug verwickelt

Die Credit Suisse sorgt in den USA für Negativschlagzeilen. Die Grossbank ist in einen Prozess um Milliarden schweren Anlegerbetrug durch einen US-Finanzdienstleister verwickelt. Es drohen Schadenersatzzahlungen von bis zu zwei Milliarden Dollar.

Der Bezirksrichter befand, dass die mitangeklagte Schweizer Grossbank für die Täuschungsvergehen der bereits vor gut zehn Jahren pleitegegangenen National Century Financial Enterprises komplett zur Verantwortung gezogen werden kann.
 
Dies sei dann der Fall,wenn die Geschworenen zu dem Schluss kommen sollten, dass National-Gründer Lance Poulsen und das Geldhaus die Verluste der klagenden Gläubiger gemeinsam verursachten.

 In einer früheren Anhörung hatte der Richter die Ansprüche der Geschädigten auf fast zwei Milliarden Dollar beziffert. Für die Kläger ist das Urteil ein Etappenerfolg. Zu ihnen zählen neben der Allianz-Tochter Pimco der Bundesstaat Arizona und einige Klein-Unternehmen.
 
Die Credit Suisse und Poulsen seien die letzten verbliebenen Angeklagten. «Wir sind zuversichtlich, dass sich unsere Mandanten durchsetzen werden», sagte die klagende Anwältin. Ein Credit-Suisse-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.
 

Prozess im April

Ein Prozesstermin ist für den 1. April angesetzt. Der 69-jährige Poulsen verbüsst eine 30-jährige Haftstrafe und gilt als insolvent. Die CS hatte Schuldtitel von National Century an den Kapitalmarkt gebracht, mit denen Anleger um Milliarden geprellt wurden.