Nach den Piloten streikten die Fluglotsen

Wenige Stunden nach dem Ende des Streiks der Lufthansa-Piloten mussten sich Fluggäste erneut in Geduld üben: Italienische Fluglotsen legten ihre Arbeit nieder. Mehr als hundert Flugausfälle und Verspätungen waren die Folge.

Eine Fluglotsin wacht über den Flugplatz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wenn die Fluglotsen streiken, geht am Flughafen nichts mehr. Keystone/ Symbolbild

Wenige Stunden nachdem sich die Situation im Luftverkehr wegen des Streiks der deutschen Lufthansa-Piloten beruhigt hat, hiess es für viele Fluggäste wieder: Warten.

Denn die italienischen Fluglotsen, Mitarbeiter der Flugsicherung Enav, legten für vier Stunden bis um 16.30 Uhr ihre Arbeit nieder.

Am Flughafen Rom-Fiumicino fielen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa mehr als 50 Flüge aus. Am Flughafen Catania in Süditalien wurden laut Ansa insgesamt 42 Verbindungen gestrichen.

Lange Warteschlangen

Europas grösste Billigfluglinie Ryanair meldete 96 gestrichene Verbindungen. Bei der britischen Fluggesellschaft Easyjet, die wie Ryanair auch vor erheblichen Verspätungen warnte, fielen bis zu 60 Flüge aus.

Italiens grösste Fluggesellschaft Alitalia hatte bereits vorher angekündigt, Flüge zu verschieben, um die Auswirkungen zu reduzieren. Zudem wurden betroffene Passagiere vorab kontaktiert und über Alternativen informiert. Und dennoch: Vor den Informationsschaltern bildeten sich vielerorts lange Warteschlangen.