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Wirtschaft Nike im harten Zweikampf mit Adidas

Ein Sieger der Fussballweltmeisterschaft steht bereits fest: Nike. Der amerikanische Sportartikelhersteller rüstet an der WM unterdessen mehr Teams aus als Rivale Adidas. Ein Marketingexperte erklärt das Erfolgsrezept.

Blick auf die gelben Schuhe von Fussballspielern, die in einer Reihe stehen.
Legende: Nike setzt auf Farbe: Bunte Fussballschuhe lösen das traditionell schwarze Modell ab. Reuters

Der amerikanische Sportartikelhersteller Nike konnte seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um zehn Prozent, auf 28 Milliarden Dollar steigern. Nike setzt auf die Karte Fussball und das zahlt sich aus.

Hans-Willy Brockes ist Geschäftsleiter der Europäischen Sponsoringbörse ESB. Nike habe seit dem Einstieg in das Fussballgeschäft immer sehr stark auf die Emotionen gesetzt, erklärt der Marketingexperte das Erfolgsrezept des Sportartikelherstellers im Fussballgeschäft. Nike habe versucht, sich bei «emotionsstarken Klubs» aber auch bei einzelnen Spielern einzukaufen. «Die Strategie geht Schritt für Schritt auf», so Brockes im Gespräch mit SRF.

Nike stelle die Freude am Fussballspiel sehr stark in den Vordergrund, erklärt der Marketingexperte die Emotionsstrategie von Nike. Der Sportartikelhersteller habe eine eigene Nike-Welt erstellt, zu der einige Spieler dazugehörten.

Ein Schuhpaar – zwei Farben

Mit Blick auf die Fussballweltmeisterschaft in Brasilien hat Nike auch neue Produkte auf den Markt gebracht, so zum Beispiel den neuen Fussballschuh (ein Paar, zwei unterschiedliche Farben). Das sei strategisch ein «sehr spannender Schachzug», sagt der Marketingexperte – nicht nur mit Blick auf die Farbe der Schuhe sondern auch aus technologischer Sicht.

Als wichtigste Schaubühne der Sportartikelbranche ist die WM ein Zweikampf zwischen Nike und Adidas. Die beiden lieferten sich im Vorfeld der Spiele eine veritable Werbeschlacht, die Rede ist von 900 Millionen Dollar. Diese Ausgaben drückten auf den Gewinn von Nike.

Ohne Fussball geht nichts

Dennoch ist Brockes überzeugt, dass die Strategie von Nike «sehr nachhaltig» ist. Dabei würden beide Sportartikelhersteller davon profitieren. «Wenn die beiden ihre Werbeschlacht in den Vordergrund stellen, dann spricht man nicht über die anderen Sportartikelhersteller.» Zudem kriege jedermann mit, dass die Marke des Fussballschuhs offenbar wichtig sei. Der Bekanntheitsgrad als Fussballmarke steige.

Nike setzte lange vor allem auf nordamerikanische Sportarten wie Basketball. Als Fussballmarke war der Sportartikelhersteller weniger bekannt. Nike wolle die Nummer eins im Sport werden, sagt Marketingexperte Brockes. Das sei nur möglich, wenn man auch die grösste Sportart der Welt aufgreife, «am Fussball geht kein Weg vorbei».

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3 Kommentare

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  • Kommentar von luzius hardt, luzern
    o. k., weltmeister wird aber trotzdem adidas. spiel um platz 3 zwischen nikes. wer hat da die nase vorn?
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  • Kommentar von M.Meier, Lenzburg
    Woaaaaaaaaaaaaa! 900 Millionen, nur für Werbezwecke! Das ist ja SUPER! Oder etwa nicht? Ähh, wieviel verdient ein Arbeiter irgendwo in einem 3 Weltland, der für Nike arbeitet? Ja genau 59 $ im Monat! Oder diese> Nike bestätigt Misshandlungen der Arbeiter...oder er ließ in den 90er-Jahren Schuhe in Indonesien produzieren – und engagierte dafür zum Teil Kinder, die Hungerlöhnen erhielten Weiter News über Nike? Dann googeln Sie doch mal! Da sieht dann die Welt von Nike miserabel aus!
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    1. Antwort von Hanspeter Schwarb, Eiken
      Wenn man dabei bedenkt, dass die Näherin in Bangladesch ein Prozent der Kosten eines Trikots ausmacht!!! Wenn hier von Gewinner die Rede ist, die Näherin ist es nicht .Die ist hier gar kein Thema. Erst wenn es darum geht, wo kosten eingespart werden kann, ist die Näherin wieder dran.
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