OC Oerlikon halbiert Gewinn und baut um

Der Industriekonzern tut sich schwer mit den zunehmenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten. Nicht nur der Konzerngewinn ist deutlich geschrumpft, auch der Umsatz ist um 16 Prozent eingebrochen. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, strukturiert OC Oerlikon das umsatzstärkste Segment um.

Der Industriekonzern OC Oerlikon passt nach einem zweiten schwierigen Quartal seine Organisation an. Einer der Spartenleiter nimmt den Hut und der Bereich wird umstrukturiert.

Dies teilte OC Oerlikon mit. Im Kern der Neuorganisation steht das Segment Surface Solution, das momentan umsatzmässig stärkste Segment. Das Segment und der Konzernhauptsitz werden in eine gemeinsame Organisation integriert.

CEO des Segments Surface Solution gibt Leitung ab

Der neue Konzernchef Roland Fischer übernimmt zudem die Leitung des Segments. Der bisherige Leiter dieses Bereichs hat sich gemäss Mitteilung entschieden, die Leitung abzugeben und auch nicht mehr Teil der Konzernleitung zu sein.

Der Umsatz von OC Oerlikon verringerte sich im zweiten Quartal 2016 um 16,3 Prozent auf 577 Millionen Franken. Nach dem gesamten ersten Halbjahr liegt er 15,3 Prozent tiefer bei rund 1,1 Milliarden Franken. Der Gewinn hat sich nach zwei Quartalen auf 43 Millionen Franken halbiert.

Das Ergebnis habe den Erwartungen entsprochen, heisst es in der Mitteilung. Dies insbesondere wegen der zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten Ende des ersten Semesters 2016, deren Höhepunkt der Beschluss Grossbritanniens zum Austritt aus der EU gewesen sei.