Pharmaprodukte beflügeln Schweizer Export

Schweizer Firmen haben auch im August im Vergleich zum Vorjahr mehr exportiert. Vor allem die chemisch-pharmazeutische Industrie war für die gute Bilanz verantwortlich. Die Uhrenindustrie erlitt jedoch einen Dämpfer.

Der Schweizer Aussenhandel hat im August erneut in beiden Verkehrsrichtungen zugelegt. Die Zunahme betrug im Vergleich zum Vorjahresmonat 1,2 Prozent.
Im Vergleich zum Juli gingen die Ausfuhren saisonbereinigt allerdings um 0,8 Prozent zurück. Insgesamt flache der seit Mitte 2015 positive Trend ab, teilt die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mit.

Kartonschachtel mit dem Aufdruck «Made in Switzerland». Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vor allem die chemisch-pharmazeutischen Gruppen verzeichneten umsatzmässig im August eine Zunahme im Export. Keystone

Treiber des Wachstums waren erneut die chemisch-pharmazeutische Produkte. Im August wurden 13 Prozent mehr pharmazeutische Wirkstoffe, Medikamente und immunologische Produkte exportiert. Da die Preise stiegen, erhöhten sich die Erlöse gar um einen Viertel.

Geringeres Interesse an Luxusuhren

Die gingen mit 13 Prozent erneut deutlich zurück. Vor allem die Nachfrage nach Luxusuhren ab 3000 Franken sanken weiter (-14,4 Prozent). Ebenfalls erneut weniger gefragt im Ausland waren Maschinen und Elektronik aus der Schweiz.

Die Importe zogen real um 5,1 Prozent an. Wie bei den Exporten spielten auch hier die Importe von chemisch-pharmazeutischen Produkten eine grosse Rolle. Grosser Beliebtheit erfreuten sich auch Fahrzeuge, deren Importe legten um 10,7 Prozent zu.