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Schweizer Aussenhandel Rekordjahr für Schweizer Export

Legende: Video Exportzahlen auf Rekordhoch abspielen. Laufzeit 1:25 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.01.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweiz hat im letzten Jahr Waren im Wert von fast 211 Milliarden Franken exportiert – das sind 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Für den Anstieg verantwortlich war vor allem die chemische-pharmazeutische Industrie.
  • Die Importe stiegen um 4,1 Prozent auf gut 173 Milliarden Franken. Der Überschuss in der Handelsbilanz erreichte mit 37,5 Milliarden Franken einen neuen Rekord.

Nicht an dem Wachstum der Ausfuhren teilhaben konnten die beiden anderen grossen Exportsparten der Schweiz – Maschinen, Elektronik sowie Uhren. Die Ausfuhren von Maschinen und Elektronikgeräten stagnierten. Seit 2011 hat die Branche kein Wachstum mehr erlebt.

Die Uhrenindustrie musste bei ihren Exporten eine Einbusse um einen Zehntel hinnehmen. Es ist das zweite Jahr in Folge mit einem Minus.

Exporteinbruch bei Uhrenindustrie

Die Schweizer Uhrenindustrie exportierte im letzten Jahr Uhren im Wert von 18,3 Milliarden Franken. Das sind 9,8 Prozent weniger als im Vorjahr, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie, FH, mitteilt. Gesamthaft gingen 25,4 Millionen Uhren ins Ausland – so wenig wie seit 2009 nicht mehr. Vor allem Luxusuhren seien weniger gefragt gewesen. Ein Grund für den Einbruch bei den Exporten sieht der Verband bei den Massnahmen Chinas zur Bekämpfung der Korruption. So hatte China eine Luxussteuer eingeführt. Weitere Gründe seien der flaue Tourismus in Europa und der starke Schweizer Franken. Nun dürfte die Talsohle aber überwunden sein, glaubt man beim Verband. Die Lage dürfte sich 2017 stabilisieren.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Es wäre höchst interessant zu wissen, wer die Export-Empfänger dieser 211 Milliarden Franken teuren Güter und Dienstleistungen waren. Die MEI-Umsetzungs-Gegner verbreiten ja immer die Behauptung, dass die Personenfreizügigkeit niemals gekündigt werden dürfe, weil die EU die grösste Export-Abnehmerin sei! Wenn dem wirklich so wäre, könnten wir mit Sicherheit eine solche Bestätigung im obigen Bericht nachlesen!
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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Auch ein deutlicher Hinweis dafür, dass wir uns mit weiteren Steuersenkungen noch egoistischer gegenüber anderen Ländern noch konkurrenzfähiger machen und damit noch mehr billige Arbeitskräfte ins Land holen, was auch gegen das Interesse der Mehrheit ist.Selten so viele eindeutige Signale gesehen, die eine Vorlage wie die USR III dermassen dringend zur Ablegung nahelegen.
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  • Kommentar von Sebastian Köhler (Tekk)
    Wie war das noch gleich mit dem "Frankenschock"? Keine weiteren Fragen...
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    1. Antwort von Willi Meier (wm)
      Ich kenne Firmen, welche wegen des ungünstigen Frankenkurses laufend Arbeitsplätze abbauen und/oder in Billiglohnländer verschieben. Nur innovative Produkte, die sonst nirgendwo erhältlich sind, kann man zu Schweizer Preisen verkaufen. Pharmaprodukte gehören offensichtlich dazu. Seien wir froh darüber und unterstützen wir unsere Pharmaindustrie, statt sie dauernd schlecht zu machen.
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