Roche plant Stellenabbau am Basler Hauptsitz

Der Pharmakonzern will in Basel bis zu 190 Stellen streichen. Der geplante Abbau soll 2017 abgeschlossen sein. Zuerst können sich Gewerkschaften und Personalvertretung äussern.

Von den derzeit 9000 Beschäftigten am Hauptsitz von Roche in Basel verlieren 190 ihre Stelle. Der Pharmakonzern begründet die Abbaupläne in einem Communiqué mit der Zusammenlegung zweier Produktionsorganisationen.

Das Unternehmen reagiert damit auf Änderungen in seinem Medikamenten-Portfolio: Neue Arzneien seien in geringeren Mengen nötig als ältere.

Abbau beginnt noch dieses Jahr

Dieser Massnahme könnten nach Angaben von Roche in den nächsten Jahren bis 190 Stellen zum Opfer fallen – bis zu 130 noch im laufenden und 60 im kommenden Jahr. Basel bleibe einer der wichtigsten Produktionsstandorte, versichert der Konzern.

Definitiv ist der Abbau noch nicht. Am Donnerstag wurde der Konsultationsprozess mit den Gewerkschaften und der Personalvertretung eingeleitet. Er soll sechs bis acht Wochen dauern.

Gewerkschaft protestiert

Die Gewerkschaft Unia verurteilt in einer Mitteilung die «Massenentlassung». Sie akzeptiere diesen Abbau nicht. Zumal Roche im ersten Halbjahr den Gewinn um vier Prozent auf 5,4 Milliarden Franken habe steigern können. Zudem verlangt die Gewerkschaft ein Konsultationsverfahren, das «diesen Namen auch verdiene» und echte Alternativen ermögliche.