Saint-Gobain darf Sika übernehmen

Grünes Licht der Wettbewerbskommission: Die französische Gruppe kann die Kontrollmehrheit von Sika erwerben. Die Minderheits-Aktionäre, das Management und der Verwaltungsrat wollen den Verkauf jedoch mit allen Mitteln verhindern.

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Bildlegende: Saint-Gobain kann das Schweizer Unternehmen Sika übernehmen. Keystone

Saint-Gobain hat von der Schweizerischen Wettbewerbskommission (Weko) grünes Licht erhalten, um die Kontrollmehrheit an Sika zu erlangen. Die Weko habe die Übernahme der Kontrollmehrheit an dem Baustoff-Hersteller mit Sitz in Baar uneingeschränkt gutgeheissen, teilt die französische Saint-Gobain-Gruppe mit.

Ein Weko-Sprecher bestätigte eine Mitteilung von Saint-Gobain. Aus rein kartellrechtlicher Sicht bestünden keine Bedenken im Hinblick auf eine marktbeherrschende Stellung, sagte er.

Gemäss Saint-Gobain hatten zuvor schon die Wettbewerbsbehörden der USA und von China dem Erwerb zugestimmt. Damit hätten sich alle relevanten Wettbewerbskommissionen «bedingungslos» hinter die Übernahme gestellt, sagte der der Kommunikationsbeauftragte von Saint-Gobain.

Dass die Genehmigungen ohne Bedingungen erfolgt seien, bestätige «die industrielle Logik des Zusammenschlusses zwischen den beiden Gruppen».