Saint-Gobain darf Sika übernehmen

Zuerst entschied die Schweizerische Wettbewerbskommission, jetzt die brasilianische Wettbewerbsbehörde: Saint-Gobain darf Sika übernehmen. Doch das Management und der Verwaltungsrat des Schweizer Chemiekonzerns sträuben sich gegen die Übernahme.

Ein Ausschnitt des Fabrikgeländes. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Saint-Gobain kann - kartellrechtlich gesehen - das Schweizer Unternehmen Sika übernehmen. Keystone

Die Saint-Gobain-Gruppe hat nun sämtliche notwendige Bewilligungen für den Erwerb einer Kontrollmehrheit am Schweizer Bauchemie- und Klebestoffhersteller Sika erhalten.

Jüngst habe auch die brasilianische Wettbewerbsbehörde ihre bedingungslose Zustimmung zur Übernahme erteilt, schreibt der französische Konzern in einer Mitteilung. Die Schweizerische Wettbewerbskomission (Weko) hat bereits früher grünes Licht für die Kontrollmehrheit gegeben.

Sika wehrt sich gegen Übernahme

Doch der französische Konzern Saint-Gobain muss auch weiterhin mit Widerstand rechnen: Vonseiten Sika wehren sich die Minderheitsaktionäre, das Management und der Verwaltungsrat offen gegen die Übernahme. Sie sprechen von einer feindlichen und strategisch unsinnigen Transaktion.

Es laufen mehrere Gerichtsverfahren. Bis zu einer allfälligen Übernahme müssen noch diverse juristische Hürden genommen werden.