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Wirtschaft Schweizer Banken setzen auf mehr Personal – aber nur im Ausland

Die Banken in der Schweiz haben im ersten Halbjahr entgegen dem Trend wieder mehr Personal eingestellt. Zusätzliche Stellen wurden jedoch ausschliesslich im Ausland geschaffen. Im Inland dagegen wurden Arbeitsplätze abgebaut.

Legende: Video Banken schaffen Arbeitsplätze im Ausland abspielen. Laufzeit 1:45 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 01.09.2016.

Die Banken in der Schweiz haben im ersten Halbjahr den Personalbestand in der Schweiz deutlich um 4,1 Prozent reduziert, wie die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) in ihrem Bankenbarometer schreibt. So hätten die insgesamt 162 befragten Banken netto 3454 Stellen im Inland abgebaut. Im Ausland dagegen haben sie über 6700 zusätzliche Stellen geschaffen.

Vorübergehende Trendwende?

Damit hat sich der seit 2011 anhaltende Trend bei Schweizer Banken kurzfristig umgekehrt. Nach einem stetigen Abbau der Vollzeitstellen haben zumindest die befragten Banken ihren Personalbestand wieder erhöht. Für das zweite Halbjahr gehen die befragten Institute jedoch zu über zwei Dritteln von einer gleichbleibenden Beschäftigungslage aus. Der Anteil der Banken, die mit einem Beschäftigungsabbau rechnen, hat sich gleichzeitig leicht von 11,0 auf 11,7 Prozent erhöht.

Einbussen beim Geschäftsgang

In Bezug auf den Geschäftsgang im ersten Halbjahr stellt die SBVg fest, dass das Handelsgeschäft der Banken einen deutlichen Umsatzeinbruch um 8,7 Prozent erlitten habe.

Ebenfalls keinen Aufwärtstrend gibt es bei den verwalteten Vermögen. Diese haben von Ende Jahr bis Ende Mai um 1,3 Prozent auf 6424 Milliarden Franken abgenommen. Zulegen konnten die Banken dagegen bei den Hypothekarkrediten. Sie stiegen um 1,2 Prozent.

2 Kommentare

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  • Kommentar von HP Korn (HaPeChe)
    Bravo - das ist ein sehr lobenswerter Beitrag der Schweizer Banken gegen die Massenwanderung! Wenn alle Branchen das ebenso machen, dann haben wir kein Einwanderungsproblem mehr und ein endlich stagnierendes oder gar negatives Bevölkerungswachstum ... leider aber auch mehr Arbeitslose ... die könnten allerdings auch auswandern ... wie im 19. Jahrhundert ...
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    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Absolut bei Ihnen. Nur hat die Wirtschaft ihrr Wachstumsmantra mittlerweile so mit gängigen Angstmechanismen verzahnt, dass viele Leute sich in die Hosen machen, so etwas laut zu sagen.
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