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Wirtschaft Talfahrt an der Schweizer Börse geht weiter

Der Aktienmarkt hat erneut mit Verlusten geschlossen. Zeitweise fiel der Leitindex SMI um rund vier Prozent. Bei Börsenschluss notierte der Schweizer Leitindex bei 7497 Punkten (-3 Prozent) – dem tiefsten Stand seit Sommer 2013.

Legende: Video Marianne Fassbind zur Börsenentwicklung abspielen. Laufzeit 01:09 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 11.02.2016.

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag weiter kräftig Terrain eingebüsst. Der Leitindex schloss gut drei Prozent im Minus bei 7497 Punkten. Das ist der tiefste Stand seit Sommer 2013. Im frühen Handel war der SMI richtiggehend eingebrochen und lag bei 7425 Punkten.

Entwicklung SMI
Legende: Am Vortag erzielte Gewinne wurden an der Börse wieder ausradiert und der Leitindex sackte zeitweise rund 4 Prozent ab. swissquote

Grösste Verlierer unter den 30 wichtigsten Aktien – den Blue Chips – sind erneut die Grossbanken CS mit -8,4 Prozent und UBS mit -4,6 Prozent. Die schlechte Branchenstimmung zog auch Julius Bär um 4,4 Prozent in die Tiefe.

Die Aktien des Versicherungskonzerns Zurich verlieren nach der Zahlenpublikation mit -2,7 Prozent ebenfalls. Der Versicherungskonzern hat nach der jüngst erfolgten Gewinnwarnung wie erwartet deutlich tiefere Gewinnzahlen ausgewiesen.

Verunsicherung wegen US-Notenbank-Chefin

Grund für die hohen Verluste ist weiterhin die Verunsicherung der Anleger wegen der Wirtschaftslage in China und des tiefen Ölpreises. Die Anleger seien zudem verunsichert wegen der Rede von US-Notenbank-Chefin Janet Yellen, sagt Wirtschaftsredaktorin SRF-Marianne Fassbind: «Man hatte klare Worte erwartet, ob im Frühjahr die Zinsen erhöht werden oder nicht. Doch das Gegenteil war der Fall.»

Bei den Bankaktien komme aber noch ein neuer Faktor dazu: «Die Ängste der Anleger, dass die Banken viele faule Kredite von Erdöl- oder Rohstofffirmen in den Büchern haben könnten. Die Angst besteht, dass die Ratingagenturen die Bonität dieser Firmen herunterstufen könnte. Was natürlich sehr schlecht für die Banken wäre», sagt Fassbind.

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