Tamedia darf Landbote übernehmen

Die Wettbewerbskommission (Weko) gibt Tamedia grünes Licht: Das Verlagshaus darf seine Beteiligung am Winterthurer Medienhaus Ziegler Druck- und Verlags-AG – der Herausgeberin der Tageszeitung «Der Landbote» – auf 90,5 Prozent aufstocken. Der Betrieb wird 2014 reorganisiert.

Das Bild zeigt einen Stapel des Landboten in einem Gestell. (keystone) Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Zukunft des Winterthurer Landboten liegt nun in den Händen der Tamedia. Keystone

Das Verlagshaus Tamedia hat von der Wettbewerbskommission (Weko) die Zusage für seine Expansionspläne in Winterthur erhalten. Somit darf Tamedia die Beteiligung am Winterthurer Medienhaus Ziegler Druck- und Verlags- AG von 20 Prozent auf 90,5 Prozent aufstocken. Das Winterthurer Medienhaus ist Herausgerberin der Zeitung «Der Landbote».

Die Weko beurteilt die Übernahme als «unbedenklich», sie ist ohne Auflagen bewilligt worden. Das teilte Tamedia mit. Bis Anfang 2014 soll die Transaktion über die Bühne gehen. Die Tamedia will in den nächsten Wochen das Gespräch mit dem verbleibenden Einzelaktionär suchen.

Die Tamedia schreibt weiter: Mit der Übernahme gehen sämtliche Mitarbeiter und Aktivitäten an Tamedia über. Dazu gehören neben dem Landboten und der Wochenzeitung «Winterthurer Stadtanzeiger» auch die auf den Druck von Kundenmagazinen, Zeitschriften und Geschäftsdrucksachen spezialisierte Rollenoffset-, Bogenoffset- und Digitaldruckerei sowie die Druckvorstufe und verschiedene Liegenschaften.

2014 wird reorganisiert

Laut der Tamedia werden sich die Redaktionsstellen in Winterthur «voraussichtlich nicht wesentlich» verändern. Es sei aber mit Verlagerungen innerhalb der Redaktionen des Landboten, des Zürcher Unterländers, der Zürichsee-Zeitung und der Mantelredaktion der Zürcher Regionalzeitungen zu rechnen.

Die zukünftige Organisation der Redaktion, des Verlags sowie der Dienstleistungsbereiche wie Finanzen und Personal soll nach Vollzug der Übernahme im ersten Quartal 2014 festgelegt werden, so Tamedia weiter. Zudem werde man im kommenden Jahr die Zukunftsaussichten der Rollenoffset-, Bogenoffset- und Digitaldruckerei prüfen.