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Wirtschaft Total-Chef stirbt bei Flugzeugcrash

Als Leiter des französischen Mineralölunternehmens Total führte Christophe de Margerie einen der grössten Industriekonzerne der Welt. Jetzt ist der Firmenkapitän bei einem Flugzeugunfall in Moskau ums Leben gekommen. Er galt als Befürworter von weiteren Investitionen in Russland.

Legende: Video Christophe de Margerie verunglückt in Moskau abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 21.10.2014.

Der Privatjet des französischen Industriellen ist auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo mit einem Schneepflug kollidiert. Das Flugzeug prallte beim Start in dichtem Nebel mit dem Schneeräumfahrzeug zusammen, hiess es unter Berufung auf die Behörden.

Bereits veröffentlichten die Ermittler erste Erkenntnisse zum Unfall: So war der Fahrer des Schneepflugs zum Zeitpunkt der Kollision alkoholisiert. Ihre Behörde untersteht direkt Präsident Wladimir Putin.

Fünf Tote bei Kollision

Bei der Kollision des Privatjets vom Typ «Falcon 50» mit dem Schneepflug starben alle vier Insassen der Maschine und der Fahrer des Schneepflugs. Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge am Montag kurz vor Mitternacht. Der 63-Jährige hatte offenbar an einer Regierungskonferenz in der Nähe von Moskau teilgenommen, auf der es um ausländische Investitionen ging. Seine Maschine sollte nach Paris fliegen.

Der Mineralölkonzern hat den Tod seines Chefs Christophe de Margerie bestätigt. Das Unternehmen zeigte sich in einer Erklärung in der Nacht «zutiefst bewegt und traurig» angesichts des Unfalltodes seines Chefs.

Befürworter von Kooperation mit Russland

De Margerie führte Total seit 2007 und wurde 2010 zudem Verwaltungsratschef der zweitgrössten französischen Firma nach Sanofi.

Der Manager hielt an den Investitionen seines Konzerns in Russland trotz des Konfliktes mit dem Westen fest. So will Total mit dem Jamal-Projekt im Nordwesten Sibiriens grosse Mengen Erdgas fördern. De Margerie hatte erklärt, Europa könne nicht ohne russisches Gas leben – und dafür gebe es auch keinen Grund.

Achtgrösstes Industrieunternehmen der Welt

Der Total-Konzern hat seinen Hauptsitz im Hochhausviertel La Défense in Courbevoie bei Paris. Mit einem Umsatzvolumen von 182,229 Milliarden Euro und einem Reingewinn von 10,6 Milliarden Euro (Stand 2012) ist es das viertgrösste Mineralölunternehmen und das insgesamt achtgrösste Industrieunternehmen der Welt.

Total beschäftigt in rund 130 Ländern etwa 100'000 Angestellte. In 30 Ländern fördert das Unternehmen Öl und Gas.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Alberto Tomba, Bormio
    Gehen wir tatsächlich davon aus, dass das ein Unfall war?
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Wir danken dem Herrn, das ein so offener und nicht voreingenommener Mensch auf der Erde verweilen durfte. Seine Arbeit auf der Erde scheint getan zu sein, sonst hätte Gott ihn nicht zu sich geholt. Möge er seinen Frieden und Ruhe auch im Jenseits wahren.
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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    Apropos Flugzeugcrash! Germans Clear Russia in MH-17 Case, liebes SRF-Team! Nur damit ein Troll wieder einmal Recht gehabt hat.
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    1. Antwort von kari huber, surin
      Unsinn: Die Deutschen haben die pro-russischen Rebellen als die Verbrecher identifiziert, die MH17 abgeschossen haben. Und wie man hier lesen konnte, werden ständig russische Soldaten inkl. Ausrüstung und Bewaffnung aber in zivil nach Donezk und Lugansk eingeschleust, und andere kehren in die russische Heimat zurück. Zu behaupten, die Russen hätten einen Persilschein erhalten, ist mehr als gewagt.
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    2. Antwort von Alfred Josi, Frutigen
      Da sieht man wie die russische Propaganda funktioniert. Man nehme ein Ansatz Wahrheit, verdrehe die Kernaussage, und gebe das seinen Gläubigen zum weitervertrollen. Wichtig ist, dass Immer die Anderen die schlechten (Faschisten) sind.
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    3. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      @ K.H., A. J.: Entscheidende Fakten werden geheim gehalten. Es gibt ein Stillschweigeabkommen bzgl. Veröffentlichung entscheidender Fakten. Hingegen Mutmassungen des Bundesgeheimdienstes in die "richtige Richtung", welches von den westlichen Medien als Beweise proklamiert werden -> offizielle Erklärung muss mit viel Winkelzügen und dubiosen Machenschaften aufrecht erhalten werden, wirkt völlig unglaubwürdig (siehe Dünne Suppe: BND präsentiert „Plausibilitäten“ statt Beweise zu MH17)
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    4. Antwort von Alfred Josi, Frutigen
      @ H.B. Beweisen konnte meiner Ansicht nach noch niemand viel. Möglicherweise wird der Fall MH17 nie ganz aufgeklärt.
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    5. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Wir wissen ja alle, dass der BND ganz eng mit der CIA verbandelt ist. Deshalb akzeptieren sie ja auch ganz viele Aktivitäten von diesem in Deutschland. Also ist alles was von dort kommt mit grosser Vorsicht zu geniessen.
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