Toyota und Nissan mit Rekordverkäufen

Die beiden japanischen Autobauer Toyota und Nissan haben im vergangenen Jahr jeweils so viele Autos verkauft wie noch nie. Toyota teilte mit, der Konzern habe weltweit 9,75 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Das waren fast 23 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Bildlegende: Vor allem Toyota schwingt obenauf: Der Konzern hat 23 Prozent mehr Autos abgesetzt. keystone

Toyota ist damit wieder die Nummer eins auf dem internationalen Markt vor General Motors und Volkswagen. GM erzielte 2012 ein Absatzplus von 2,9 Prozent auf 9,28 Millionen Wagen, VW einen Anstieg von 11,2 Prozent auf 9,07 Millionen.

Nissan, Japans zweitgrösster Autobauer, verkaufte nach eigenen Angaben vom Montag 4,94 Millionen Wagen im vergangenen Jahr – 5,8 Prozent mehr als 2011.

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Generell mehr Wachstum

Der japanische Regierungschef Shinzo Abe geht künftig von einem starken Wachstum seines Landes aus. Er glaubt, mit seiner Wirtschaftspolitik das Land aus der Rezession zu reissen und spricht von einem Wachstumsschub von 2,5 Prozent für das Steuerjahr 2013/2014, das am 1. April beginnt.

Nissan war weniger stark betroffen vom Erdbeben und dem Tsunami im März 2011 in Japan, daher war der Anstieg der Verkäufe auch nicht so stark wie bei Toyota. Beide Hersteller hätten aber im vergangenen Jahr noch mehr Fahrzeuge abgesetzt, wäre der Inselstreit mit China nicht gewesen.

Seit September sind die Verkäufe japanischer Autos in der Volksrepublik stark zurückgegangen. Peking und Tokio streiten um eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer. In China boykottieren zahlreiche Verbraucher japanische Produkte, bei Kundgebungen wurden auch japanische Autos demoliert.