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Wirtschaft UBS-Chef Ermotti verdiente mehr als 11 Millionen Franken

Im vergangenen Jahr hat Sergio Ermotti mehr als 11 Millionen Franken verdient – rund eine halbe Million mehr als im Vorjahr. Die UBS gab für ihr Top-Management im Schnitt aber weniger aus als noch 2013.

Legende: Video Ermotti verdient mehr trotz Gewinneinbruch bei UBS abspielen. Laufzeit 00:34 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 13.03.2015.

Rund 80 Millionen Franken gab die UBS im Jahr 2014 für Vergütungen ihres Top-Managements aus. Das ist weniger als im Vorjahr. Damals waren noch mehr als 82 Millionen auf die Konten der Führungsriege geflossen. Dies geht aus dem Geschäftsbericht der Bank hervor.

Doch nicht alle Top-Manager mussten sich mit kleineren Gehältern zufrieden geben: UBS-Chef Sergio Ermotti verdiente knapp eine halbe Million Franken mehr als im Vorjahr und erhielt insgesamt 11,16 Millionen Franken an Gehalt und Bonus. Anders Verwaltungsratspräsident Axel Weber: Er verdiente 2014 insgesamt 5,94 Millionen Franken. Im Jahr davor hatte er 6,07 Millionen Franken erhalten. Insgesamt schüttete die Bank Boni von 3,1 Milliarden Franken aus.

Weniger Gewinn vor Steuern

Wie aus dem Geschäftsbericht weiter hervorgeht, musste die Grossbank ihren Gewinn für 2014 auf 3,47 Milliarden Franken reduzieren. Im Februar ging sie noch von einem Gewinn von 3,57 Milliarden Franken aus. Die UBS musste nun aber mehr Geld für Rechtsstreitigkeiten beiseitelegen: Statt 2,92 Millarden Franken schlagen diese nun mit 3,05 Milliarden Franken zu Buche.

Der Anstieg der Rückstellungen hat mit einer Sammelklage in den USA im Zusammenhang mit der Manipulation von Devisenkursen (Forex) zu tun. Die UBS konnte sich diesbezüglich mit Zivilklägern einigen und hat im laufenden Monat ein Abkommen mit ihnen geschlossen. Dafür bezahlte sie rund 135 Millionen Franken.

Legende: Video SRF-Expertin Fassbind zu den Rückstellungen der UBS abspielen. Laufzeit 01:17 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 13.03.2015.

Die Kläger warfen verschiedenen Banken Absprachen im Devisenhandel zu ihren Ungunsten vor. Sie klagten entsprechend auf Verletzung der Kartellgesetze und ungerechtfertigte Bereicherung. Die UBS habe nun mit den Klägern ein Abkommen getroffen, das noch von einem US-Gericht genehmigt werden müsse, heisst es im Geschäftsbericht. Neben der Zahlung habe sich die UBS unter anderem auch verpflichten müssen, in der Sammelklage zu kooperieren. Vor einigen Wochen hatte sich bereits die US-Bank JPMorgan mit Zivilklägern in der gleichen Sache geeinigt.

UBS musste höchste Busse bezahlen

Der Forex-Fall beschäftigt die Banken schon seit dem Herbst 2013. Im vergangenen November hatten dann Aufsichtsbehörden in der Schweiz, in Grossbritannien und in den Vereinigten Staaten deswegen fünf Grossbanken Zahlungen in Höhe von insgesamt knapp 3,4 Milliarden Dollar auferlegt. Die UBS musste mit insgesamt 774 Millionen Franken die grösste Summe unter den fünf Instituten berappen und im Devisenhandel zudem organisatorische Auflagen erfüllen.

Das Thema ist allerdings auch nach der Einigung mit den US-Zivilklägern für die UBS weiterhin nicht vom Tisch. So ermitteln weitere Behörden weltweit in dieser Angelegenheit, namentlich auch das US-Justizdepartement (DoJ). Die Strafen der Behörde sind für gewöhnlich saftig. In der Schweiz läuft zudem weiterhin eine Untersuchung der Wettbewerbskommission (Weko).

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