UBS will steuerehrliche Kunden – auch in der Schweiz

Neues Jahr – neue AGB: Die UBS zieht seit Anfang Jahr in Sachen Steuerehrlichkeit auch bei Schweizer Kunden die Schrauben an. Diese werden aufgefordert, für eine einwandfreie Deklaration ihrer Vermögen bei den Steuerämtern zu sorgen.

Eine Fahne der UBS weht vor der Sonne (keystone/archiv) Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die UBS will mehr Transparenz in Sachen Steuerehrlichkeit. Schärfere Regeln gelten nun auch für Schweizer Kunden. Keystone/Archiv

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der UBS sind seit Anfang Jahr geändert worden. Die Bank versucht damit, ihre inländischen Kunden zu mehr Steuerehrlichkeit anzuhalten. Diese erklären sich im Rahmen ihres Vertragsabschlusses mit deren Bestimmungen einverstanden. Eine explzizite Unterschrift unter die AGB ist nicht notwendig.

UBS verlangt Steuerehrlichkeit

3:08 min, aus Echo der Zeit vom 20.01.2013

Die neue Regel gilt laut UBS sowohl für bestehende als auch für neue Kunden. Damit bereitet sie nach eigenen Angaben den Boden dafür, nur noch mit deklarieren Vermögen hantieren zu können. «Wir wollen nur noch steuerehrliche Kunden», sagte UBS-Sprecher Dominik Gerster.

Bankgeheimnis wackelt

Während der Steuerstreit mit einer Reihe von Ländern und der ausländische Druck dazu geführt haben, dass die Schweizer Banken bei der Steuerehrlichkeit ausländischer Kunden im eigenen Interesse immer strenger werden, gibt es für Schweizer Kunden bisher keine strengen Massstäbe.

Dies könnte sich nach Einschätzungen aus der Branche aber ändern. Im vergangenen Jahr hatte der Chef der Raiffeisen-Regionalbankengruppe, Pierin Vincenz, mit Äusserungen für Aufsehen gesorgt, dass es das Bankgeheimnis auch in der Schweiz nicht mehr ewig geben werde.