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Arbeitsbedingungen in der Schweiz könnten besser sein
Aus Rendez-vous vom 11.11.2019.
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Unzufriedene Arbeitnehmer Den Büezern verleidet die Arbeit zunehmend

  • Die Arbeitnehmenden in der Schweiz sind zunehmend unzufrieden. Dies zeigt eine Umfrage im Auftrag von Travail Suisse.
  • Bemängelt werden unter anderem die Arbeitsbelastung und die stagnierenden Löhne.
  • Die Umfragewerte der alternierenden Erhebung waren seit fünf Jahren nicht mehr so tief.

Das Instrument nennt sich «Barometer Gute Arbeit». Die Autoren verstehen unter einer «zukunftsfähigen Arbeit» eine Tätigkeit, welche die Gesundheit schützt, die Motivation erhält und ein gewisses Mass an Sicherheit bietet. Doch in allen drei Domänen seien die Ergebnisse tiefer ausgefallen als in den Vorjahren, teilte der Arbeitnehmerverband Travail Suisse mit.

Er wertete die repräsentative Online-Befragung zusammen mit der Berner Fachhochschule zum fünften Mal aus. Mehr als die Hälfte von 20 Kriterien hätten im diesjährigen «Barometer Gute Arbeit» den tiefsten Wert der letzten fünf Jahre erreicht.

Jeder Vierte leidet unter Work-Life-Balance

So fühlten sich 42.3 Prozent der Arbeitnehmenden durch ihre Arbeit oft oder sehr häufig gestresst. Das entspricht einer Zunahme von 2.3 Punkten gegenüber dem Vorjahr. Ausserdem machen sich immer mehr Arbeitnehmende Sorgen um ihren Arbeitsplatz.

Auch die Lohnstagnation habe Spuren hinterlassen: So hielten 12.4 Prozent der Befragten ihren Lohn für nicht mehr angemessen, das sind drei Prozentpunkte mehr als 2016. Und auch bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben berichtet jeder Vierte von Problemen, 4.5 Prozentpunkte mehr als 2015.

Weiterbildung gar keine oder unzureichend

Die Förderung der Weiterbildung durch den Arbeitgeber ist für eine Mehrheit der Arbeitnehmenden gar nicht vorhanden oder unzureichend. Jeder Dritte habe im letzten Jahr gar keine Weiterbildung absolviert.

Diejenigen, die in den Genuss einer Weiterbildung kamen, wurden zu 41.9 Prozent vom Arbeitgeber vollständig finanziell und zeitlich unterstützt, ein Viertel hingegen erhielt gar keine oder nur eine partielle Unterstützung.

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85 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Ich bin seit einigen Jahren pensioniert und habe nichts zum Klagen. Jedoch erinnere ich mich, dass sich in den letzten Jahren meiner Berufstätigkeit zunehmend Akademiker in die Arbeitsabläufe eingemischt und sich wichtig gemacht haben. Von der Arbeit haben sie oft nichts verstanden und ihre Reorganisationen sind oft schon nach kurzer Zeit wieder reorganisiert worden. Das hat einem die Freude an der Arbeit schon ein wenig vergällt.
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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    So lange weiter dem Papierlihype gefrönt wird und abgeschlossene Lehren und schlichte Berufserfahrung ohne Universitätsabschluss nichts mehr gelten, wird die Polarisierung der Gesellschaft in Ober und Unterklasse weitergehen und damit auch die Arbeitszufriedenheit weiter in den Keller gehen. Aber das ist ja eh egal: wir sind alle austauschbar, notfalls mit Heerscharen Zugewanderter, die es für NOCH weniger tun.
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  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    Der höchste Wohlstand kann nur eine Wirtschaft liefern, in der nicht für den eigenen Profit gearbeitet oder Macht ausgeübt wird, sondern in der gearbeitet wird, um den Wohlstand der anderen möglichst zu verbessern. Dabei gibt es keine Arbeitslosigkeit und nur sinnvolle, befriedigende Arbeit. Auch Toilettenputzen kann aus dieser Perspektive befriedigend sein - man tut etwas sinnvolles, nötiges. Und es wird für einem gesorgt, weil andere für einem schauen. Braucht also auch kein Sozialstaat.
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