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Die Bohrstation auf dem Weg in die arktischen Gewässer.
Legende: Polar Pioneer auf dem Weg in arktische Gewässer: Shells Bohrturm erhält grünes Licht von den USA. Keystone
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Wirtschaft USA erlauben umstrittene Öl-Bohrungen in der Arktis

Das Arktis-Projekt des Energieriesen Royal Dutch Shell hat trotz heftigen Widerstands von Umweltschützern die Zulassung erhalten. Die Aktivisten warnen vor dramatischen Folgen für das arktische Ökosystem.

Der Energiekonzern Royal Dutch Shell darf in der Arktis nach Öl bohren. Das US-Innenministerium erteilte dem britisch-niederländischen Ölmulti die Genehmigung für das umstrittene Vorhaben, um das jahrelang gerungen wurde. Die Genehmigung gestattet es Shell in der ölreichen Tschuktschensee vor der Nordwest-Küste Alaskas zu bohren.

Shell hatte sein Ölbohr-Programm dort 2012 nach einer Reihe von Pannen unterbrochen. So hatte das Unternehmen die Kontrolle über eine Ölplattform verloren. Die Küstenwache musste die 18 Arbeiter evakuieren.

Die Genehmigung für Shells Bohrungen in der Arktis wurde nun erteilt, nachdem die Reparaturen an einem Eisbrecher beendet wurden, mit dem das Unternehmen im Katastrophenfall Notfallausrüstung an die Förderstelle bringen will.

Proteste von Umweltschützern

Umweltschützer wenden sich strikt gegen die Ölsuche, sie befürchten unumkehrbare Schäden in dem empfindlichen Ökosystem der Arktis. Im Falle eines Lecks sei es unmöglich, rasch ausreichend Technik in die Region zu schaffen, um eine Umweltkatastrophe zu verhindern, argumentieren sie.

2010 hatte eine Explosion auf der vom Shell-Konkurrenten BP betriebenen Bohrinsel «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko die bislang schlimmste Ölkatastrophe verursacht. Elf Menschen kamen ums Leben, Hunderte Millionen Liter Öl flossen ins Meer und richteten massive Schäden an.

Riesige Reserven vermutet

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Nach Schätzungen der US-Energieagentur EIA könnten sich in der Arktis bis zu 22 Prozent aller noch unentdeckten Erdöl- und Gasreserven befinden.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Freddy tobler , ZH
    Eeeeeeeeewiges Wachstum! Krank, selbstzerstörerisch und egoistisch.
  • Kommentar von K.D.Waldeck , Bellinzona
    Die Verbraucher weltweit haben es doch in dar Hand. Alle aus SHELL-OEL hergestellten Produkte durch alle umweltbewussten Menschen ab sofort boykottieren ... der Finanzsteuerhebel hat normalerweise eine sehr schnelle Reaktion.
  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    Ausgerechnet der linke US Präsident Barak Obama erteilte die Erlaubnis zur Ölbohrung im sensiblen Ökosystem. Das macht den Umweltschutzgedanken linker Parteien, egal, ob in den USA, oder weltweit, unglaubwürdig. Aber eben, wenn es um lukrative Einnahmenquellen geht, sind diese Parteien plötzlich bürgerlich. So wird es Hans was Heiri, respektive John was Henry sein, ob eine Demokratin oder ein Republikaner den Präsidententhron besteigen wird.
    1. Antwort von O. Toneatti , Bern
      Zelger@ Obama hat wie alle anderen Regierungen der Welt (incl CH) keine Chancen gegen diese übermächtigen Welt-Konzerne. Das hat schon J.F. Kennedy zu spüren bekommen, als er sich gehen die US-Stahlkonzerne durchsetzen wollte. Er wurde einfach erschossen. So funktioniert das im "demokratischen freien" Westen. Leider.
    2. Antwort von u.felber , luzern
      und sie denken aller ernstes, im Osten ist es besser?! Toneatti ;)
    3. Antwort von O. Toneatti , Bern
      felber@ Im Osten ist es sicher auch nicht besser. Aber wir Schweizer|nnen wollen uns in unserem Grössenwahn doch sicher nicht mit dem armseligen Osten vergleichen. Meinen Sie nicht auch?