USA nehmen Banken an die Kandare

Lange war offen, ob die Amerikaner mitmachen oder nicht. Nun ist klar: Auch US-Banken müssen künftig strenge Eigenkapital-Regeln einhalten. Das hat die Notenbank Fed entschieden. Sie will sogar noch über den internationalen Standard hinausgehen.

Ein Börsenhändler verfolgt eine Pressekonferenz des US-Notenbankchefs Bernanke auf einem Bildschirm. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Äusserungen von Notenbank-Chef Ben Bernanke werden an der Wall Street jeweils aufmerksam verfolgt. Keystone

Die US-Notenbank will die Eigenkapitalregeln für amerikanische Banken deutlich verschärfen. Die grössten Banken der USA müssen sich schon nächstes Jahr an die neuen Regeln halten, die kleineren ab 2015. Das hat die Notenbank Fed entschieden.

Allerdings: Bevor die neuen Regeln in Kraft treten, müssen noch zwei weitere Gremien zustimmen. Immerhin: Die Notenbank Fed zeigt, dass sie entschlossen ist, auch im eigenen Land strengere Kapitalvorschriften durchzusetzen. Daran gab es lange Zeit Zweifel, denn beim Vorgänger-Regelwerk Basel II waren die USA noch abseits gestanden.

Nun ist klar: Auch US-Banken müssen mehr eigenes Kapital von besserer Qualität haben, um Risiken aus Kreditgeschäften abzusichern. So soll verhindert werden, dass Steuerzahler im Krisenfall erneut mit Milliarden einspringen müssen. Die Fed will teilweise sogar noch strengere Regeln durchsetzen: So sollen sich Banken weniger stark verschulden dürfen als Basel III vorsieht.

In der Schweiz hat die Finanzmarktaufsicht Finma in Teilen ebenfalls schärfere Regeln beschlossen. Namentlich die Grossbanken UBS und Credit Suisse müssen sich an strengere Auflagen halten.

Die «Basel III» genannten Eigenkapitalregeln sind ein wesentliches Element der Reformen, welche die wichtigsten Wirtschaftsmächte (G20) als Konsequenz aus der Finanzkrise eingeleitet hatten. Die Banken sollen die Regeln schrittweise bis 2019 einhalten.

(luek;mery)