Vier Stunden Zwangspause an der New Yorker Börse

An der Börse in New York ging am Dienstag während fast vier Stunden gar nichts mehr. Wegen technischer Probleme musste die Wall Street den Handel mit sämtlichen Aktien aussetzen. Offenbar soll ein Software-Update eine Computerpanne ausgelöst haben.

Der Handel mit allen Wertpapieren wurde um 11.32 Uhr Ortszeit vorübergehend gestoppt. Alle offenen Aufträge wurden gestrichen. Erst um etwa 15.10 Uhr, eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsschluss, ging es weiter.

Die Computerpanne an der New York Stock Exchange geht offenbar auf einen Software-Update zurück. Bei der Aktualisierung habe es einen Fehler gegeben, berichtete Bloomberg unter Berufung auf zwei Personen, die Kenntnis von einem Zwischenbericht haben.

Präsident Obama, FBI und Homeland Security wurden informiert

US-Präsident Barack Obama wurde über den Vorfall informiert. Ein Sprecher sagte in Washington, dass es nach Informationen des Weissen Hauses keine Hinweise auf «böswillige Aktivitäten» gebe. Die Börsenaufsicht SEC teilte mit, man stehe in engem Austausch mit der NYSE. Laut US-Medien sollen auch die Bundespolizei FBI und die Behörde Homeland Security eingeschaltet worden sein.

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Bildlegende: Das ist die Fehlermeldung. NYSE

Die NYSE ist zwar nach wie vor einer der wichtigsten Finanzplätze weltweit, ihr Anteil am US-Aktienhandel lag zuletzt aber nur noch bei gut 25 Prozent. An anderen grossen Handelsplätzen wie der Technologie-Börse Nasdaq liefen die Geschäfte wie gewohnt weiter.

Börsianer reagierten relativ gelassen auf die Probleme an der NYSE. Von Panik oder gar einem Marktkollaps könne keine Rede sein, hiess es aus dem Handel. Für die Preissetzung am Aktienmarkt sei die New Yorker Börse mittlerweile nicht mehr so wichtig. Andere Bereiche der Finanzmärkte, wie der Handel mit Anleihen oder Devisen, reagierten nicht auf den Vorfall